Dass dieser Klub auf ein exklusives Publikum zugeschnitten ist, merkt man schon am Ferrari, der zur Dekoration auf einem Podest vor dem Eingang steht. Und doch kommen nicht nur tumbe Neureiche mit viel Geld und wenig Geschmack hierher: Stil ist das zentrale Element. Die Messlatte bei der Gesichtskontrolle ist hoch angesetzt.
Die schweren Jungs machen den Weg nur frei, wenn der Besucher Ausgangsstimmung und ausgewählte Kleidung vorweisen kann. Entsprechend „erfolgreich“ ist das Publikum – und dabei im Durchschnitt etwa dreißig Jahre alt.
Doch was sollen all die auffallend gutaussehenden, durchtrainierten Kellner? Hat es den ahnungslosen Partygänger in einen Schwulenklub verschlagen? Mitnichten, die Inhaber möchten nur der Damenwelt was fürs Auge bieten.
Hier ist der richtige Ort, um seine Tanzkünste nach allen Regeln der Kunst zu präsentieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Klubs ist das Ostrow niemals überfüllt; man trifft auf keine Menschenmassen, die die eigene Bewegungsfreiheit auf einen Viertel Quadratmeter beschränken.
Speziell erwähnt sei die sich drehende Tanzfläche und der einem Südseestrand nachempfundene Ruheraum. Hier laden gemütliche Bambussessel und weiche Kissen zum Ausruhen ein, es plätschert laue Musik aus den Lautsprechern und das Geschehen auf der Tanzfläche kann über Bildschirme verfolgt werden.