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Die Isaakskathedrale in St. Petersburg. (Foto: ld/.rufo)
Die Isaakskathedrale in St. Petersburg. (Foto: ld/.rufo)

Isaakskathedrale

Die Isaakskathedrale ist mit über einem Hektar Grundfläche und einer Höhe von etwas mehr als hundert Metern die größte Kirche von St Petersburg. Prunk und Pracht im Inneren des Monumentalbaus lassen sich nur schwer in Worte kleiden.

Von der Kolonnade unter der goldenen Kuppel hat man eine einzigartige Sicht auf die Stadt. Mit diesem Panoramablick sollte man seinen ersten Aufenthalt in St. Petersburg beginnen.

Die Kathedrale ist nach dem heiligen Isaak von Dalmatien benannt. Dessen außergewöhnliche Taten waren hierfür jedoch nicht ausschlaggebend, sondern schlicht der Zufall, dass der Geburtstag von Peter dem Großen mit dem Gedenktag des Heiligen am 30. Mai zusammenfiel.

Auf Anordnung Zar Peters wurde darum im Jahre 1707 die erste der insgesamt drei Vorgängerkirchen der heutigen Isaakskathedrale erbaut. Alle drei wurden schon bald nach ihrer Fertigstellung als nicht mehr imposant genug angesehen und daher durch Neubauten ersetzt.

Ein Bauwerk für die Ewigkeit

Als der französische Architekt Auguste de Montferrand zwischen 1818 und 1858 die heutige Isaakskathedrale errichtete, wollte er offensichtlich sicher gehen, dass die Größe der Kirche auch noch Jahrhunderte später jeglichen Ansprüchen genüge leistet.

Die Koordinaten
Adresse: Isaakiewskaja Pl. 1
Nächste Metro: Newski Prospekt / Gostiny Dwor, von dort Bus 22 oder Trolley 5, 22
Geöffnet: Museum: 10.30 – 20.00, Einlass bis 19.00 (1. Mai bis 1. Oktober)
Säulengalerie: 10.30 – 19.00, Einlass bis 18.00
Ruhetag: Mittwoch
Eintritt Museum: 300 Rubel
Regelmäßige Gottesdienste fanden in der Isaakskathedrale nur bis 1928 statt. Dann wurde sie, wie viele andere Kirchen in der Sowjetunion auch, in ein Atheismus-Museum umgewandelt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gotteshäusern hat die Isaakskathedrale die kommunistische Herrschaft jedoch verhältnismäßig unbeschadet überstanden. Museum ist sie allerdings bis heute geblieben: Statt Ikonen und brennender Altarkerzen sind deshalb Modelle der Kathedrale sowie Bilder aus ihrer Geschichte zu sehen.

Der Innenraum der Kirche besteht aus einem Ensemble prachtvoller Gemälde, Mosaiken und Wandmalereien, ausgeleuchtet von pompösen Kronleuchtern von jeweils drei Tonnen Gewicht. Die üppigen Ausschmückungen der Deckengewölbe und Seitenwände lassen die Augen der Besucher rastlos hin- und herirren. Überhaupt erinnert die hektische Betriebsamkeit innerhalb der Kirchenmauern eher an eine Flaniermeile als an ein der Andacht geweihtes Gotteshaus.

262 Stufen mit einmaligem Ausblick

Auch wer die Isaakskathedrale nicht besichtigen möchte (der Eintrittspreis ist schließlich nicht von schlechten Eltern), sollte unbedingt die 262 Stufen zur Kolonnade hinaufsteigen. Hier oben bietet sich eine traumhafte Tour d’Horizon im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Internet
• Die Website der Isaakskathedrale

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Die majestätischen Klänge von Rachmaninow und Tschaikowsky, die zwischen den dunkelroten Granitsäulen wabern, sind allerdings nicht jedermanns Sache: „Ja, ja ich kann Sie gut verstehen. Früher war ich richtig begeistert von diesen herrlichen Melodien. Aber das Band läuft hier von morgens bis abends. Und immer in dieser unerträglichen Lautstärke. Man kann wirklich alles Schöne auch verderben“, sagt eine Aufpasserin, den genervten Blick eines Besuchers aufschnappend.

Die phantastische Sicht über die Dächer von St. Petersburg sollte man sich davon jedoch nicht vermiesen lassen. Rechts am gegenüberliegenden Newa-Ufer thront die sternförmige Peter-Pauls-Festung, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Daneben fällt der Blick auf das Universitätsufer mit der Kunstkammer, der Akademie der Wissenschaften und dem Hauptgebäude der Petersburger Universität, den so genannten Zwölf Kollegien.

Schon zieht das beeindruckende Gebäude der Admiralität die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Seine lang gezogene goldene Spitze ist eines der Wahrzeichen der Stadt – genauso wie der „Eherne Reiter“, das berühmte Denkmal für Peter I. fast zu Füßen der Isaaks-Kathedrale.

Richtung Süden erstreckt sich der stark befahrene Isaaksplatz (mit einem weiteren Reiterdenkmal, diesmal für Zar Nikolaus I.), und in der Ferne blitzen die goldenen Türme der Nikolaus-Marine-Kathedrale hervor.

Noch ein paar wenige Schritte den Säulengang entlang, und die weltberühmten Bauten im Zentrum der Stadt liegen dem Betrachter zu Füßen: die grüne Kuppel der Kasaner Kathedrale, die farbenprächtigen Zwiebeln der Christi-Auferstehungs-Kirche und schließlich die zauberhafte Fassade des Winterpalastes. (hw/rUFO)

Aktualisiert im November 2008

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Auf einem Relief im Giebel der Petersburger Isaakskathedrale hat sich der Baumeister des Gotteshauses selbst verewigt: Herr Montferrand hält sein monumentales Werk zärtlich im Arm. (Topfoto: Brammerloh/.rufo)



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