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| Die Kasaner Kathedrale in St. Petersburg. (Foto: ld/.rufo) | |
Kasaner Kathedrale
Die imposante Kasaner Kathedrale mit ihrer mächtigen, zum Newski Prospekt geöffneten halbrunden Kolonnade aus 96 korinthischen Säulen ist zweifellos ein architektonischer Höhepunkt der Petersburger Haupt-Flaniermeile.
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Wer einen alten Reiseführer in der Tasche hat, wird das einstige „Atheismus-Museum“ hier vergeblich suchen – die Kathedrale dient inzwischen wieder vollständig der russisch-orthodoxen Gemeinde.
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Erbaut wurde dieses klassizistische Meisterwerk 1801-1811. Die Pläne zu der einstigen orthodoxen Hauptkirche der früheren russischen Metropole lieferte der Architekt Andrej Woronichin, ein ehemaliger Leibeigener der Grafen Stroganow.
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Nicht zufällig tauchen beim Betrachten des Gotteshauses Assoziationen mit dem Petersdom in Rom auf, denn von dem ließ sich der Baumeister auf allerhöchsten Befehl seiner Auftraggeber inspirieren.
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Denkmal für den Vaterländischen Krieg
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| Die Koordinaten |
Adresse: Kasanskaja pl. 2 Nächste Metro: Gostiny Dwor/Newski Prospekt Gottesdienste täglich 10 und 18 Uhr |
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Bald nach dem Ende des Krieges gegen Napoleon erhielt die gerade erst fertig gewordene Kasaner Kathedrale eine zusätzliche Funktion: Sie wurde zum Aufbewahrungsort für erbeutete Flaggen und Schlüssel von eroberten Festungen und Städten auf dem Weg der russischen Armee nach Paris.
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1813 wurde Feldmarschall Michail Kutusow, einer der berühmtesten Helden des Krieges von 1812, in der Kathedrale beigesetzt. Seit 1837 stehen auf dem Platz vor der Kirche zudem die Denkmäler für Kutusow und Michail Barclay-de-Tolly, einen weiteren bekannten Heerführer jener Zeit.
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Die Religion besiegt den Atheismus
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Die sowjetischen Machthaber gedachten der Kasaner Kathedrale indes eine ganz besondere Rolle zu. In ihrem Kampf gegen die verhasste Ideologie von Gott und Kirche waren sie erfindungsreich und vermochten es, den Nerv des Gegners genau zu treffen: Wer sonst hätte es sich ausgedacht, in einer Kirche ein Museum für Religion und Atheismus einzurichten?
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Es existierte hier von 1932 bis 1992. Heute gehört das Haus wieder den orthodoxen Christen; im Jahre 2001 konnte sogar die Ikone der Gottesmutter von Kasan rückgeführt werden.
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Aktualisiert im November 2008
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