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| Eisbrecher Krassin an der Newa in St. Petersburg. Foto: ld/.rufo | |
Eisbrecher „Krassin“
Der Eisbrecher „Krassin“, einst Stolz der sowjetischen Seefahrt, kann heute am Ufer der Großen Newa besichtigt werden. Bis zu seiner Ausmusterung 1990 malochte der alte Seebär in der eisigen Kälte des Polarmeers, dort, wo für gewöhnliche Schiffe kein Durchkommen ist.
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Bei einem Blick über die Reling der Krassin lässt sich wunderbar das hektisch-lärmende Treiben des Petersburger Hafens einfangen. Ringsherum wird die Ladung von Tankschiffen und Frachtern umgeschlagen. Container um Container hieven die mächtigen Verladekräne durch den stürmischen Wind des Finnischen Meerbusens. Das Kreischen der Möwen und hin und wieder das Tuten eines ablegenden Schiffes sind die Begleitmelodie.
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| Die Koordinaten |
Liegeplatz: gegenüber des Berginstituts, Nab. Lejtenanta Schmidta 45 Nächste Metro: Wassileostrowskaja, weiter mit Bus 1 oder Sammeltaxi 359a Geöffnet: von April bis November 10-18 Uhr; von Dezember bis März 10-17 Uhr Ruhetag: Mo, Di und letzter Mi im Monat Eintritt: 200 Rubel |
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Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts zählte die Krassin zu den modernsten Eisbrechern der Welt. Benannt ist das 1917 vom Stapel gelaufene Schiff nach dem Bolschewiken Leonid B. Krassin. Seine diplomatischen Anstrengungen ermöglichten es der sowjetischen Führung im Jahr 1921, den Eisbrecher von der Regierung Großbritanniens zurückzukaufen. Die englische Armee hatte das Schiff zwei Jahre zuvor in den Wirren des russischen Bürgerkrieges konfisziert.
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Weltweite Berühmtheit erlangte die Krassin, als es ihr im August 1928 gelang, das bei Spitzbergen in Not geratene Expeditionsteam des Italieners Umberto Nobile zu retten. Die „Heldentat im Eis“, wie russische Zeitungen damals titelten, bescherte dem jungen sowjetischen Staat eine enorme Imageverbesserung in Europa.
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Die Besuchergruppen besichtigen das kleine Schiffsmuseum, die Offiziersmesse, den Steuerraum des Kapitäns, das Oberdeck, sowie Heck und Bug der fast 100 Meter langen Krassin. Der Aussichtsturm ist leider gesperrt. Er war der Lieblingsplatz der Schiffsmannschaft, erzählt die Führerin. Hier fanden die Seemänner die Ruhe zum Nachdenken, die ihnen der anstrengende Dienst an Bord verwehrte. (hw/rUFO)
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Aktualisiert im August 2008
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