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| Das Russische Museum in St. Petersburg. Foto: ld/.rufo | |
Russisches Museum
St. Petersburg. Wenn die Eremitage das Mekka für Liebhaber der westeuropäischen und der internationalen Kunst allgemein ist, so kommen Verehrer der russischen Kunst im Russischen Museum auf ihre Kosten.
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Zehn Jahrhunderte Kunstgeschichte offenbaren sich in den knapp 400.000 Exponaten dieses Hauses, das neben der Moskauer Tretjakow-Galerie zu den größten und besten Herbergen der einheimischen Kunst gehört.
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Hier gibt es alles – von der mittelalterlichen Ikonenmalerei bis zu den Werken zeitgenössischer Petersburger Künstler. Vertreten sind die Klassiker der akademischen Schule – etwa Wenezianow, Brüllow, Iwanow und Fedotow.
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Neben den „Wanderkünstlern“ Repin, Perow und Sawrassow und den Meistern der „Welt der Kunst“ Benois, Dobushinski und Bakst besitzt das Russische Museum eine erstklassige Sammlung an Werken der russischen Avantgarde der 1910-1930er Jahre – u.a. Malewitsch, Kandinsky und Filonow. Und auch der „sozialistische Realismus“ hat hier seinen angestammten Platz.
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Vom Großfürstenpalast zum Kaiserlichen Museum
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| Die Koordinaten |
Adresse: Inshenernaja ul.4/Ploschtschad Iskusstw Nächste Metro: Newski Prospekt/Gostinyj Dwor Geöffnet: 10.00 – 18.00, Mo. bis 17.00 Ruhetag: Di Eintritt: 350 Rubel, Studenten 150 Rubel |
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Der klassizistische Palast – die Hauptdominante am Platz der Künste – war ursprünglich keineswegs als Museumsgebäude konzipiert gewesen. Alexander I. hatte ihn 1819-1826 für seinen jüngeren Bruder, den Großfürsten Michail Pawlowitsch, erbauen lassen, woher auch der heute wieder übliche Name Michael-Palast rührt.
Den Auftrag dazu bekam der berühmte Stadtensemble-Baumeister Carlo Rossi, der nicht nur den Palast, sondern auch gleich alle Häuser um den davor gelegenen Platz und die zum Newski Prospekt führende Michael-Straße entwarf.
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Die russische Kunst musste derweil mit einem mehr als bescheidenen Platz in einem einzigen Saal der Eremitage vorlieb nehmen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hin war allerdings endgültig klar, dass die einheimischen Werke ein eigenes Haus brauchten.
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Die russische Kunst hatte eine rasante Entwicklung durchschritten und konnte längst nicht mehr unter „ferner liefen“ gehandelt werden, so wie das zuvor der Fall gewesen war. Und auch die Eremitage brauchte dringend Platz für die eigene, stets im Wachsen begriffene Sammlung.
Zar Nikolaus II. gab schließlich, den Zeichen der Zeit entsprechend, am 13. (25.) April 1895 den Befehl zur Einrichtung des „Russischen Museums namens Kaiser Alexander III.“, das am 7.(19.) März 1898 zum ersten Mal die Türen für die Besucher öffnete.
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Zuvor war der Michael-Palast für die Krone erworben und ziemlich radikal für Museumszwecke umgebaut worden. Dabei gingen leider viele erstklassige Rossische Interieure verloren. Von der ursprünglichen Inneneinrichtung zeugen heute nur noch die Galatreppe und der Weiße Saal.
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Die erste Sammlung setzte sich aus den russischen Gemälden aus der Eremitage, der Kollektion Alexanders III. aus dem Anitschkow-Palast, Werken aus der Akademie der Künste und den kaiserlichen Vorortpalästen zusammen. Nach der Revolution wuchs der Bestand durch die Verstaatlichung der erstklassigen Privatsammlungen in den großen Petersburger Adelshäusern bedeutend an.
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Vier Paläste und die Vielfalt der russischen Kunst
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Heute erstreckt sich die Sammlung des Russischen Museums über vier Ausstellungsgebäude, die jedes für sich genommen Meisterwerke der Architektur sind. Im Stroganow-Palais am Newski Prospekt gibt es eine Dauerausstellung zur Geschichte des Adelsgeschlechts der Stroganows sowie temporäre Ausstellungen zu sehen.
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Das Marmorpalais beherbergt eine Filiale des Museums Ludwig und hat sich bereits den Ruf des mutigsten und modernsten Veranstalters erworben, denn hier gibt es oft Installationen und Performances zeitgenössischer in- und ausländischer Künstler zu sehen. Seit 1994 gehört auch das Michael-Schloss dem Russischen Museum.
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Last but not least sei der Benois-Flügel am Gribojedow-Kanal erwähnt, der direkt an das Hauptgebäude am Platz der Künste anschließt. Hier haben große und oft spektakuläre temporäre Ausstellungen ihren Platz – letzte Highlights waren u. a. „Die Russische Avantgarde“ und „Die Russische Venus“.
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Aktualisiert im September 2011.
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