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| Zenit war Bayer am Donnerstag um Längen überlegen. Foto: fontanka.ru | |
Freitag, 04.04.2008
4:1 gegen Bayer – Zenit kann vom Halbfinale träumen
St. Petersburg. Das war eine reife Vorstellung gestern Abend in Leverkusen – mit 4:1 fegte Zenit die Werkself von Michael Skibbe vom Platz. Das Rückspiel in einer Woche in Petersburg wird zur reinen Formalität.
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Vielleicht hatte die 1:3-Heimklatsche vom Sonntag gegen Rubin ihr Gutes: Zenit kam voll konzentriert und wild entschlossen aus der Kabine der BayArena und ließ sich das Heft über 90 Minuten nicht aus der Hand nehmen.
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Den ersten Treffer landete der frisch gebackene Vater Andrej Arschawin in der 20. Minute. Erst wenige Stunden zuvor hatte seine Frau das zweite Kind zur Welt gebracht, eine Tochter. Entsprechend feierte „Schawa“ sein Tor mit einer wiegenden Bewegung der Arme.
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Dem Tor vorangegangen war ein Schnitzer von Tranquillo Barnetta – sein Versuch, den Ball nicht ins Seitenaus rollen zu lassen, endete mit einem Pass direkt vor Arschawins Füße. Der marschierte durch und ließ Rene Adler im Tor der Gastgeber keine Chance.
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Das 1:1 zur Pause hätte Zenit eigentlich schon gereicht
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Nach dem Tor ließ der Druck der Petersburger etwas nach, wofür im Handumdrehen die Strafe kam – in Person von Stefan Kießling, der den fröhlich im Strafraum flatternden Ball schließlich über die Linie brachte. Zuvor war Bernd Schneider an Roman Schirokow gescheitert, der auf der Linie rettete.
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Wjatscheslaw Malafejew war in dem Moment schon aus seinem Gehäuse herausgelaufen; den Nachschuss von Kießling konnte Schirokow dann aber nicht mehr parieren. Mit dem zu dem Moment völlig adäquaten 1:1 ging es in die Pause.
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Wäre es dabei geblieben, wäre Zenit nicht unzufrieden wieder abgereist. Ein Tor auswärts ist viel Wert, und zuhause im Petrowski-Stadion geht es ja in 99 von 100 Fällen gut aus für die Petersburger.
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Innerhalb von 12 Minuten war Leverkusen ausgeknockt
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Bayer hatte bisher noch keins seiner bisher fünf Heimspiele im diesjährigen UEFA-Pokalwettbewerb verloren. Dass das sechste Spiel in einem derartigen Debakel enden würde, war tatsächlich nicht vorauszusehen. Bis zur 62. Minute hielt ja auch das Gleichgewicht der Kräfte, obwohl Zenit mehr Druck ausübte als die Platzherren.
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Der erneute Führungstreffer für die Blauweißblauen fiel in der 62. Minute, als Arschawin in den Strafraum stürmte. Es hätte eine Wiederholung des ersten Tores werden können, aber dieses Mal flankte Andrej zum parallel laufenden Pawel Pogrebnjak, der die Kugel nur noch über die Torlinie schieben musste.
Anders als in der ersten Hälfte, ließ Zenits Druck jetzt nicht nach; alle Versuche der Gastgeber, den Ausgleich zu erzwingen, gingen ins Leere. Neun Minuten später setzte Anjukow einen Donnerschuss aus 30 Metern Entfernung mit einem kurzen Aufsetzer direkt unter die Latte.
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Und nur drei Minuten später war das Debakel für Bayer perfekt, als eine schnelle Kombination von Arschawin, Pogrebnjak, Faisulin und Denissow mit einem exakten Schuss des Letzteren endete.
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Das Rückspiel wird zur Formalität
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Pawel Pogrebnjak erzielte in diesem Spiel sein achtes Tor auf europäischer Ebene und führt zusammen mit Luca Toni von Bayern München die Torschützenliste im UEFA-Pokalwettbewerb an. Während Zenit vor Glück strahlte nach diesem Fußball-Feuerwerk, herrschte bei Bayer blankes Entsetzen.
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Fassungslos, schockiert, enttäuscht, furchtbar, ein Fiasko – solche Worte erklangen gestern Abend nach dem Abpfiff in der BayArena. Auf Zenits Seite waren dagegen Worte wie „super“ und „phantastisch“ zu hören. Und tatsächlich war das Spiel das Beste, das Zenit jemals auf europäischer Ebene abgeliefert hat.
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Das Rückspiel nächsten Donnerstag vor heimischer Kulisse in Petersburg sollte, wenn nicht etwas ganz Extraordinäres geschieht, eine reine Formsache werden. Wenn alles glatt geht, erreicht Zenit erstmals in der Vereinsgeschichte das Halbfinale im UEFA-Cup. Hut ab!
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