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| Münzen im Bauch bekamen den berühmten Greifen gar nicht gut (foto: ld/.rufo) | |
Freitag, 15.08.2008
"Schatzfund" in den Greifen auf der Bankbrücke
St. Petersburg. Da staunten die Restauratoren nicht schlecht: Bei einer Probeöffnung der Greife auf der Bankbrücke kamen ihnen 5.000 Münzen sowie Wunschzettelchen entgegen. Dieser "Schatz" macht die Figuren kaputt.
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Zunächst fehlte für die Restaurierung der geflügelten mythischen Tiere schlicht und einfach das Geld. Das Problem scheint inzwischen gelöst. Als nächstes stellte man sich die Frage, was die Figuren kaputt gemacht hat. Und hier wartete eine faustdicke Überraschung.
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Der "Zahn der Zeit", der so oft an Denkmälern dieser Art nagt, hat in diesem Falle ganz besondere Gestalt: Er ergoss sich in einem Strom von Münzen, Zetteln und Zeitungsschnipseln aus den Figuren. Wie sich herausstellte, haben abergläubische Petersburg-Besucher diese durch Risse in den Greifenpfoten ins Innere befördert.
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Dort haben sie den Abfluss des sich in den Figuren angesammelten Wassers verstopft, was wiederum den Zerstörungsprozess der "Brückenwächter" in Gang setzte. Denkmalschützer appellieren jetzt an den gesunden Menschenverstand.
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Schuld sind lokale Legenden Wer kennt das nicht vom Reisen: Um wiederzukommen, muss eine Münze in einen Wasserlauf geworfen werden, wie in den römischen Trevi-Brunnen. In Petersburg gibt es diese Gepflogenheiten auch. Das erklärt, warum die Greife 5.000 Münzen in den Pfoten hatten. Und nicht nur Rubelstücke verschiedenen Werts und Alters (das älteste wurde 1960 geprägt), sondern Hartgeld aus aller Herren Länder von den USA bis China.
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Aber woher die Wunschzettel? Wie sich herausstellt, besagt eine alte Petersburger Legende, dass so ein Zettelchen Glück bringt und Wünsche erfüllt, wenn man es an der Bankbrücke hinterlässt. Das Übliche: einen Platz an der Uni bekommen, reich werden, schöne Reisen machen. Mit Zettelchen dieses Inhalts waren die Greifenpfoten angefüllt.
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Die Petersburger Denkmalschützer rufen die Petersburger und die Gäste der Stadt nun dazu auf, diese Legenden doch nicht so furchtbar wörtlich zu nehmen und von diesen und anderen Skulpturen die Finger zu lassen.
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Nicht nur Münzen und Zettel tun den vielen städtischen Standbildern weh: Auch das Erklettern etwa der Rosse auf der Anitschkow-Brücke für ein "schönes Foto" ist streng gesehen ein Akt des Vandalismus.
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