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| Rhapsodie in Blau: Wilkonsons Entwurf für den neuen Apraxin Dwor. Foto: fontanka.ru | |
Montag, 28.01.2008
Apraxin Dwor: Vom Kellerkind zum Top-Objekt
St. Petersburg. Den Wettbewerb um den Umbau der alten Markthallen am Apraxin Dwor hat das englische Architektenbüro Wilkinson Eyre Architects Ltd. gewonnen. Hinter ihm steht der russische „Aluminiumkönig“ Oleg Deripaska.
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„Glawstroj-SPb.“, eine Tochterfirma von Deripaskas Konzern „Basowy element“, besiegte erwartungsgemäß den Konkurrenten „Renaissance Apraxin Dwor“. Hinter dem steckt der Moskauer Geschäftsmann Schalwa Tschigirinski, der den englischen Stararchitekten Norman Foster für die Rekonstruktion der „Apraschka“ engagierte.
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Oleg Deripaska ist übrigens Miteigentümer des österreichischen Baukonzerns STRABAG, der schon so manchen lukrativen Bauauftrag in Russland bekommen hat. Unter anderem wird STRABAG am Bau des neuen Hafens von Sotschi, der Olympiastadt-2014, beteiligt sein.
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Die Jury, an deren Spitze Gouverneurin Valentina Matwijenko stand, bemängelte Fosters Idee, unter dem Handelskomplex drei unterirdische Etagen und zwei Fußgängertunnel anlegen zu wollen. Dies sei bei dem weichen Petersburger Erdreich völlig utopisch. Wilkonsons Vorhaben mit einem Glasdach über der Hauptfußgängerzone und einer neuen Brücke über die Fontanka stieß da auf mehr Gegenliebe.
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Kampf dem Verfall!
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Matwijenko betonte bei der Verkündung des Siegers, der Apraxin Dwor sei „im Moment der am meisten herunter gekommene Platz in der Stadt, der zugleich die allerbeste Innenstadtlage hat“. Das soll sich in den kommenden vier Jahren radikal ändern.
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Statt wackligen Buden und Ständen mit Billigware wird aus dem „Schandfleck“ neben dem Nobelkaufhaus Gostiny Dwor und der Luxusmeile Newski Prospekt ein „Multifunktionszentrum“ mit Büros, Geschäften, Wohnungen, Freizeitstätten und Hotels werden. Auch das Denkmalschutzamt hat den Plänen zugestimmt.
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Eine Stadt in der Stadt
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Dafür sind rund 780 Millionen Euro veranschlagt. Mit diesem Geld will „Glawstroj“ in dem Viertel zwischen Sadowaja uliza und Fontanka-Fluss eine „Stadt in der Stadt“ errichten.
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Das Gesamtprojekt umfasst etwa 374.000 Quadratmeter. Es wird in drei Zonen aufgeteilt: Elitewohnungen näher zur uliza Lomonossowa hin, Geschäfte an der zur Sadowaja hinausgehenden Fassade, Büroräume zum Apraxin pereulok hin.
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Geplant sind weiterhin zwei Hotels mit insgesamt 550 Betten (drei und vier Sterne) sowie 2.500 Plätze in einem unterirdischen Parkhaus. Um den traditionellen Charakter als Ort freien Handels zu erhalten, soll in der Fußgängerzone an den Wochenenden ein Antikflohmarkt die Besucher locken.
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