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Dienstag, 29.01.2008

Boxer erschlägt Vergewaltiger seines Stiefsohns

St. Petersburg. Ein 30 Jahre alter Boxer hat einen Mann zu Tode geprügelt, den er beim Vergewaltigen seines acht Jahre alten Stiefsohns antraf. Der Fall ereignete sich bereits in der Neujahrsnacht, wurde aber erst jetzt bekannt.

Der 30 Jahre alte Hobbyboxer Alexander Kusnezow war erst vor einem Jahr aus Omsk nach St. Petersburg umgezogen. Er lertne eine Frau kennen und zog bei ihr und deren acht Jahre altem Sohn ein. Zu dem Kind entwickelte sich eine echte Vater-Kind-Beziehung, man sei viel gemeinsam unterwegs gewesen. Auch habe er seinen neuen Stiefsohn zum Boxtraining mitgenommen, erzählte Kusnezow jetzt der Zeitung "Wasch tainy sowetnik".

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Das Verbrechen geschah gegen 5 Uhr morgens in der in Russland traditionell durchgefeierten Neujahrsnacht: Der Sohn bat darum, nochmals auf die Straße gehen zu dürfen, um Knallkörper zu zünden. Der Stiefvater wollte ihn begleiten, blieb aber für einige Minuten noch in der Wohnung zurück.

Schockierende Szene im Treppenhaus


Als Kusnezow selbst im Freien war, konnte er das Kind nirgendwo entdecken. Er ging ins Treppenhaus zurück und bemerkte dessen herumliegende Kleidungsstücke. Auf der Treppe im ersten Obergeschoss sah er dann seinen Sohn – und auf ihm lag ein fremder Mann mit heruntergelassenen Hosen. Beide bewegten sich nicht.

In diesem Moment schien es ihm, dass das nackt ausgezogene Kind tot sei, erzählte Kusnezow. Er lief laut um Hilfe, rief die Polizei an, doch dann sah er, wie sich die Finger des Kindes bewegten und es leise „Sascha …“ sagte.

Wie Kusnezow selbst sagt, erinnert er sich an alles weitere nur noch bruchstückhaft. Die Ermittlungen ergaben, dass er das Kind unter dem Vergewaltiger hervorzog und in die Wohnung brachte. Dann stürmte er zurück auf die Treppe und schlug auf den Mann, einen 20 Jahre alten Usbeken, ein.

Wenn ein Boxer die Beherrschung verliert


Er sei erst wieder zu sich gekommen, als ihm die Polizei schon Handschellen angelegt hätte und er auf der Treppe kniete, sagt er. Ein Polizist habe in diesem Moment "Der macht es keine Minute mehr. Man kann schon den Leichenwagen rufen", gesagt.

„Als Boxer bin ich es gewohnt, die Kraft meiner Schläge zu dosieren und meine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Diesmal war alles anders. Ich war voller Wut. Ich habe ihn einfach geschlagen und nichts mehr gedacht“, so der Täter, der von den Behörden inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.

Die Anklage gegen ihn lautet auf schwere Körperverletzung mit Todesfolge. Er selbst hält sich „nach menschlichen Regeln nicht für schuldig und nach den russischen Gesetzen - möge das Gericht und die Gesellschaft entscheiden“.



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