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| Kräftig zu stinken scheint dem Leiter des British Council Steven Kinnock der derzeitige Wirbel um sein Institut. (Foto: Newsru) | |
Mittwoch, 16.01.2008
British Council: Geheimdienst FSB lädt Mitarbeiter vor
St. Petersburg. Der russische Geheimdienst FSB hat die russischen Mitarbeiter der British Council-Niederlassung in St. Petersburg vorgeladen. Bei Einzelgesprächen wurden sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeit der Niederlassung derzeit illegal sei.
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Sprecher des Geheimdiensts haben die Medienberichte mittlerweile bestätigt. Die Gespräche seien durchgeführt worden, um die russischen Mitarbeiter davor zu bewahren, in „Provokationen der Briten hineingezogen zu werden“.
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Illegale Niederlassungen? Am 12. Dezember 2007 hatte das Russische Außenministerium das British Council aufgefordert seine Niederlassungen in St. Petersburg und Jekaterinburg zum 01. Januar 2008 zu schließen. Die Niederlassungen seien nicht rechtmäßig registriert.
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Laut Angaben des Russischen Außenministeriums hat das British Council seine Arbeit in Russland in den 90er Jahren aufgenommen. Damals sei die Zentrale in Moskau registriert worden. Ohne weitere Genehmigung hätte die kultur- und gesellschaftspolitische Einrichtung später Niederlassungen in St. Petersburg und Jekaterinburg eröffnet.
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| Die Tür des British Council in St. Petersburg blieb heute geschlossen. (Foto: Newsru) | |
Bereits heute Vormittag hatte das britische Außenministerium gegen das Vorgehen protestiert. „Wir sind darüber auf dem Laufenden und werden die Vorgänge untersuchen. Jedweder Versuch, die Mitarbeiter des British Council in Russland einzuschüchtern, ist nicht hinnehmbar“, so die Stellungnahme.
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Don’t drink and drive Zu einem für das British Council denkbar unpassenden Zeitpunkt berichten russische Medien, der Leiter des Kulturinstituts Steven Kinnock sei am Dienstagabend von der Petersburger Verkehrspolizei unter dem Verdacht des Alkohols am Steuer festgenommen worden.
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Die Polizeiverwaltung in St. Petersburg und dem Petersburger Gebiet wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen. Das britische Außenministerium hält es für möglich, dass Kinnock gegen die Verkehrsregeln verstoßen hat. „Sollte das so sein, dann ist das zweifellos bedauerlich“, so ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur „Interfax“. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass russische Diplomaten im vergangenen Jahr in London 167 Verstöße gegen die Verkehrsregeln begangen hätten. Das Foreign Office werde den Vorfall in St. Petersburg überprüfen.
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Image-Schaden für Russland In London hat unterdessen der Leiter des diplomatischen Diensts den russischen Botschafter in Großbritannien Juri Fedotow einbestellt. Auf Geheiß des britischen Außenministers David Milliband soll er Fedotow klar machen, dass sich das russische Vorgehen gegen die britische Einrichtung negativ auf das Image Russlands in Großbritannien auswirke.
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Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien sind spätestens seit dem bis heute ungeklärten Mord an dem Exil-Russen und Ex-KGB-Agent Alexander Litwinenko im Herbst 2006 auf dem Tiefpunkt. Was in der Auseinandersetzung Fakt und was Kampagne ist, ist meist schwer nachzuvollziehen. (cj/.rufo/Moskau)
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