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Noch in ruhigem Gewässer: Ein Bubble-Baba-Schwimmer (foto: spbland)
Noch in ruhigem Gewässer: Ein Bubble-Baba-Schwimmer (foto: spbland)
Mittwoch, 24.08.2005

Bubble Baba: Wildwasser-Abenteuer mit Sexpuppen

St. Petersburg. Am Samstag ist im karelischen Lossewo die Hölle los. Zum dritten Mal liefern sich beim „Bubble Baba Challenge“ ausgeflippte Schwimmer mit ihren aufblasbaren Gespielinnen Duelle im reißenden Fluss.

Der Einfall ist noch spinnerter als der in benachbarten Finnland populäre Schlammfussball und muss in einer sommerlichen Runde besoffener Jäger oder Fischer entstanden sein: Eine Wildwasserregatta, bei der die Teilnehmer – egal, ob Mann oder Frau - mit einer aufblasbaren Sexpuppe als einziger Schwimmhilfe eine Strecke von 600 Metern zurücklegen - ohne dabei ihre treue Begleiterin zu verlieren.

Diese Schnapsidee setzten Dmitri Bulawinow und seine Mitideologen des “Bubble Baba Challenge“ zum ersten Mal im August vor drei Jahren in die Tat um. An den bei Kanuten und Raftern beliebten Stromschnellen der Vuoksa fanden sich schon damals 30 Verrückte als Teilnehmer und noch viel mehr Zuschauer ein.

Dieses Jahr bis zu 160 Schwimmer erwartet

Teilnehmerzahl und Popularität des schrägen Events wuchsen jährlich. Dieses Jahr werden bereits 150 bis 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr leichtes Mädel der Marke “Nachtfee” oder “Heiße Lilly” unter den Arm nehmen und lospaddeln. Neben Sportsfreunden aus Petersburg und Moskau haben sich bereits Schwimmerinnen und Schwimmer aus Severodwinsk, Archangelsk und sogar aus dem ukrainischen Sewastopol angemeldet.

Mitzubringen: Badezeug, Puppe und gute Laune

Die Ausstattung der Jux-Athleten ist denkbar einfach: Außer Neopren-Anzug oder Badehose plus Sexpuppe (und zur Verhütung von Schlimmeren Helm und Schwimmweste) muss man eigentlich nur Kondition und Humor mitbringen. Wer keine Latex-Partnerin hat, kann vor Ort eine mieten.

Bei Russland-Aktuell
• Die Wildwasser-Gummipuppen-Fotogalerie
Das Rennen wird in mehreren Runden durchgeführt, wobei die Schnellsten sich im Finale das letzte Duell liefern. Angesichts der wachsenden Teilnehmerzahl mussten die Organisatoren den Rennablauf verfeinern und natürlich auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die gesamte Strecke wird von Rettungsposten überwacht. Und wer unterwegs nicht mehr kann, dem wird seine pralle Dame sicher eine treue Stütze sein – sofern im rauen Wasser der nicht auch die Luft ausgeht.

Wer ist die schönste Baba im ganzen Land?

Mitmachen zählt – darum hat sich das Challenge-Komittee zwei weitere Wettkämpfe für Nichtschwimmer oder –Sportler einfallen lassen, die gleichzeitig zum Rennen laufen und bei denen Kopf und Kreativität gefragt sind. Bei einem geht es darum, seiner Puppe einen möglichst originellen Namen zu geben, beim anderen wird die „Baba“ (russisch für „Weib“) in der Art des Body Paintings kunstvoll bemalt. Darüberhinaus haben einige Teilnehmer beschlossen, den Wettbewerb zu einer Art Biathlon auszubauen: Sie wollen die 100 Kilometer Anfahrt von St. Petersburg bis Lossewo auf dem Fahrrad zurücklegen – selbstverständlich mit den bereits aufgeblasenen Gefährtinnen auf Rücken oder Gepäckträger.
(eva/rufo)


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