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| Relativ freie Fahrt bekommen nun öffentliche Verkehrsmittel auf dem Newski Prospekt (foto: ld/.rufo) | |
Donnerstag, 18.12.2008
Busspur auf dem Newski Prospekt geht in Betrieb
St. Petersburg. Am Samstag wird der Nahverkehr kräftig umgekrempelt. Nicht nur die neue fünfte Metro-Linie nimmt den Betrieb auf, auch oberirdisch tut sich was: Auf dem Newski sollen Busse nun freie Fahrt bekommen.
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Die Busspuren zwischen Moika und Moskauer Bahnhof war im Rahmen der im Sommer vorgenommenen Generalsanierung der Newski-Fahrbahn angelegt worden. Bislang bestand sie allerdings nur theoretisch aus den entsprechenden Markierungen und Verkehrsschildern: Die Verkehrspolizei tolerierte das Abstellen von Autos am rechten Straßenrand immer noch genauso, wie das auch früher der Fall war.
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Seit einer Woche wird am Newski aber weitaus rigoroser abgeschleppt – respektive die nun dichter stehenden GAI-Beamten scheuchen Parkplatz-suchende Autofahrer weiter. Zusätzliche Halteverbotsschilder wurden aufgestellt. Denn im Prinzip soll nun kein einziges am Straßenrand stehendes Auto mehr den Durchmarsch der Omnibusse und Trolleybusse auf Petersburgs zentraler Magistrale stören.
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Neue Trolleys und Busse - und keine Marschrutki mehr Der 20. Dezember ist auch das Stichdatum für eine Änderung des Linienschemas: Eine zusätzliche Trolleybus-Linie und drei neue Buslinien wurden eingerichtet – dafür aber sämtliche Sammeltaxi-Linien über den Newski gestrichen. Um jetzt auf der Petersburger Hauptstraße den angestrebten Minuten-Takt zu gewährleisten, hat die Stadt 108 neue Fahrzeuge für diese Vorzeige-Linien angeschafft.
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Abbieger stehen auf der Busspur Allerdings werden die Busfahrer nach wie vor nicht ungestört aufs Gas treten können: Vor allen Einmündungen von Seitenstraßen dürfen nämlich auch alle anderen Autos zum Rechts-Abbiegen auf die Busspur einschwenken.
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Und da die dafür vorgesehenen Stau-Räume und gestrichelten Fenster in der Markierung der Busspur ziemlich knapp gehalten sind, kann man sich schon jetzt ausmalen, dass dies an einigen Stellen dazu führt, dass nicht nur die Busspur, sondern auch der angrenzende Streifen der Fahrbahn immer wieder dicht sein wird.
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Parkverbot am Newski - ist das durchsetzbar? Außerdem stellt sich die Frage, ob es der Verkehrspolizei wirklich an Willen und Möglichkeiten reicht, auf dem Newski ein totales Parkverbot durchzusetzen. Schließlich gibt es dort mit Büros namhafter Organisationen, sündteuren Boutiquen, noblen Restaurants und einigen Luxus-Hotels geballt gerade jene Institutionen, deren Klienten oder Eigner grundsätzlich davon ausgehen, dass derartige Regeln nur für Normalsterbliche gemacht sind, aber nicht für derartige „Eliten“.
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Denn ein Parkverbot gab es eigentlich schon früher fast überall am Newski – es hat sich nur niemand daran gehalten.
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