Bedeutendes Potential: Rund ein Fünftel der Studenten an deutschen Unis sind Ausländer. (Foto: DAAD)
Donnerstag, 10.11.2005
DAAD-Bildungsoffensive in Piter und Moskau
St. Petersburg. Unter dem Motto "Hi Potentials" stellen sich deutsche Bildungsinstutionen russischen Studenten vor. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) erwartet dieses Jahr noch mehr Besucher.
Am 14./15. November werden sich deutsche Hochschulen und Forschungszentren im Petersburger Newski Palace vorstellen, vom 17. – 19. November präsentieren sie sich im Moskauer „Gostini Dwor“. Auf einer Vorab-Pressekonferenz stellten der DAAD und das Deutsche Generalkonsulat Petersburg die Eckpunkte des Programms vor.
Der DAAD ist mit 230 Mitgliederinstitutionen die größte Hochschulorganisation Deutschlands und betreut damit die meisten ausländischen Studenten, die in Deutschland ein Praktikum oder Studium absolvieren. Unter den ausländischen Studentinnen und Studenten (2004 insgesamt 70.000) stehen die Russen an vierter Stelle und bilden mit rund 8.000 Studenten eine wichtige Gruppe.
Breites Bildungsspektrum vertreten
Austausch von Know-how und Kontakten als Investition in die Zukunft: Markus Mathyl, Leiter des Petersburger DAAD-Informationszentrums, stellte das Projekt vor. (Foto: eva/.rufo)
25 Bildungs- und Forschungsanstalten verschiedener Größe und Ausrichtung werden an Informationsständen ihr Angebot präsentieren und sich in Form von Referaten an das junge Publikum wenden. Darunter befinden sich traditionsreiche Einrichtungen, wie zum Beispiel die Technische Universität München, aber auch jüngere Unis, wie etwa die Europa Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.
Die Teilnahme von Hochschulen der früheren DDR, so betonte Markus Mathyl, Leiter des Petersburger DAAD-Informationszentrums, sei von größter Wichtigkeit. Institutionen wie die Technische Universität Dresden besäßen sehr wertvolle Kontakte im mittel- und osteuropäischen Raum.
Als wichtiger Wirtschaftsvertreter nimmt auch der Siemenskonzern an der Präsentation teil, außerdem engagieren sich das Goethe-Institut und die Deutsche Welle. Die Veranstaltung habe bereits im vergangenen Jahr ein großes Publikum angelockt, meinte Mathyl. Er hoffe aber, dass dieser Erfolg mit der kommenden Ausstellung noch übertroffen werde. Als zusätzlicher Anreiz finden im Anschluss an die Veranstaltung eine Studentenparty und ein Wettbewerb statt (Infos unter: www.daad.spb.ru).
Investition in die Zukunft
Die Möglichkeit für junge Akademiker, neue Verbindungen zu knüpfen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln, gehören neben der Förderung der deutschen Sprache und der kulturellen Öffnung zu den vorrangigen Ziel des DAAD, so Mathyl. Die Hochschulen ihrerseits hätten verstanden, dass der Austausch von Know-how und Kontakten eine wertvolle Investition in die Zukunft sei.
Auf politischer Ebene, die durch Florian Seitz, Konsul und Leiter des Kultur- und Pressereferats, vertreten wurde, entspricht dieses Vorgehen dem russisch-deutschen Strategie-Abkommen. Darin sind unter dem Punkt „Bildung, Forschung und Innovation“ die Förderung des Austauschs und der Verbindung von Wirtschaft und Bildung vorgesehen. Bildung, so Seitz, habe damit einen wichtigen Stellenwert in der deutschen Außenpolitik, und das Generalkonsulat freue sich über Aktivität des DAAD und die gute Zusammenarbeit.
(eva/.rufo)
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