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| Dieser Weihnachtsbaum vor einem Petersburger Einkaufszentrum legte sich im Sturm einfach flach (Foto: kp.ru) | |
Dienstag, 27.12.2011
Das Wetter spielt verrückt: Warmer Sturm über Russland
Moskau/St. Petersburg. Wer gegenwärtig den „russischen Winter“ sucht, muss weit fahren: Erst im Ural-Vorland gibt es Schnee und Minustemperaturen. Petersburg bleibt nur dank des Dammes von Hochwasser verschont.
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Ein warmer Wind pfeift gegenwärtig von Westen kommend über Russland: In Pskow nahe der Grenze zu Estland ist es gegenwärtig 9 Grad warm – das sind mildere Temperaturen als im subtropischen Sotschi oder in Machatschkala im äußersten Süden des europäischen Landesteils.
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Durch St. Petersburg, wo es zu dieser Jahreszeit eigentlich ebenso kalt wie dunkel sein sollte, pfeift der warme Wind mit Sturmstärke, so dass die Pfützen Wellen schlagen: Sechs Grad Plus zeigt das Thermometer.
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Damm zweimal in zwei Tagen geschlossen Aufgrund der Windverhältnisse musste heute wie auch gestern der Flutschutzdamm vor der Stadt geschlossen werden: Ohne Damm wäre gestern die Ostsee auf etwa 2,82 Meter Höhe in die Newa-Mündung geschwappt. Auch heute früh verfügte der Katastrophenschutz wegen eines erwarteten Wasserstandes von 2,29 Meter erneut eine Schließung des erst in diesem Jahr vollendeten Bollwerkes.
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Flutwellen in dieser Höhe hätten bereits Teile der Innenstadt und küstennahe Bereiche unter Wasser gesetzt. So blieb es bei einem hohen, aber nicht weiter gefährlichen Newa-Pegel.
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Ostseekreuzfahrt endet vor verschlossenem Tor Die Leidtragenden waren jedoch die Reisenden der Ostseefähre „Prinzessin Anastasia“, die gestern von Tallinn kommend wegen der geschlossenen Fluttore nicht in den Hafen einfahren konnte. Statt morgens um 6 Uhr kamen die 1250 Wochenend-Touristen an Bord erst spät in der Nacht nach Hause - und viele davon seekrank.
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Auch der weitere Fahrplan der Fähre wurde damit über den Haufen geworfen. Die Reederei warf den Dammbetreibern und dem Katastrophenschutz vor, ihre Maßnahmen nicht hinreichend mit dem Hafen und den Schiffsbetreibern zu koordinieren. Wenn die Schließung der Tore um ein bis zwei Stunden herausgezögert worden wäre, hätte es das Schiff noch nach St. Petersburg geschafft.
Sturmschäden und Dauer-Plustemperaturen Die Feuerwehr der Stadt musste gestern über 100 Mal wegen Sturmschäden ausrücken: Dachbleche, Bäume oder Reklamebanner machten sich reihenweise selbstständig.
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Der Winter schlägt in St. Petersburg in diesem Jahr völlig aus der Rolle: Bisher gab es in der Stadt allenfalls minimale Minustemperaturen – und Schnee auch nur einmal im Laufe eines Tages an Heiligabend. Mehrfach wurden Plus-Temperaturrekorde für die jeweiligen Daten aufgestellt.
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Moskau: Schnee taut bei Blitz und Donner Die Moskauer kamen vor Weihnachten zwar schon in den „Genuss“ heftigster Schneefälle, aber auch dort passt das Wetter gegenwärtig gar nicht zur Jahreszeit: 4 Grad plus wie heute sind für Ende Dezember ebenfalls Rekordwerte.
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Außerdem durfte die Hauptstadt-Bevölkerung gestern das seltene Spektakel eines Wintergewitters erleben. Zwischen den Schnee mischte sich dabei Hagel.
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