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Freitag, 21.03.2003
Der Friedensturm entpuppt sich als Flop
St. Petersburg. 17 Meter hoch sollte der Friedensturm auf dem Heumarkt werden und dazu noch fröhlich bunt von innen leuchten. Das Wort „Frieden“ in 50 Sprachen der Welt sollte er tragen. Als großzügiges Geschenk der Republik Frankreich an das Geburtstagskind St. Petersburg war er gedacht, und Präsident Chirac sollte ihn am 31. MaiI vor den Augen der Welt feierlich enthüllen ... Daraus wird nun aller Voraussicht nach nichts.
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In Petersburg war man sich völlig sicher, dass die gläserne Säule Teil des offiziellen Programms sein würde, mit dem Frankreich St. Petersburg anlässlich seines Jubiläums zu erfreuen gedenkt. Doch nun stellt sich heraus, dass das offizielle Frankreich nichts von diesen hehren Plänen weiß. Der ganze Zauber ist lediglich die Privatinitiative des Vorsitzenden des französischen Komitees zur Vorbereitung der Feiern zum 300. Gründungsjubiläum, Marek Halter.
Kein Wunder, dass der so interessiert an der Idee ist, denn niemand anders als seine Gattin Clara Halter ist die Schöpferin der Völkerfreundschafts-Stele. Vielleicht hätten die Petersburger nichts davon gemerkt und sich höchstens gewundert, wenn Jacques Chirac dem Eröffnungsspektakel ferngeblieben wäre. Wenn da nicht ein ärgerliches Detail wäre, das die ganze Geschichte an die Öffentlichkeit brachte – beim Zoll liegen die Details für den Turm, und der lässt die wertvolle Fracht nicht in die Stadt, ohne 150.000 Euro Gebühren kassiert zu haben.
Wer soll das bezahlen? Diese zu allen Zeiten und bei allen Völkern beliebte Frage ist in diesem Fall rhetorisch – die Stadt muss blechen. Und ist darüber verständlicherweise gar nicht erfreut. Vielleicht ist die unschöne Geschichte der Vorwand, um die ganze Aktion sang- und klanglos abzublasen. Der Heumarkt weint dem gläsernen Etwas, das zu der Umgebung und zum Image des Platzes passt wie die bekannte Faust auf das nicht minder berühmte Auge, sicher keine Träne nach.
(sb/rufo)
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