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| Petersburger Regierungssitz Smolny. Foto: Deeg | |
Montag, 30.06.2003
Die Petersburger wählen am 21. September
St. Petersburg. Am Montag Morgen versammelten sich die Abgeordneten des Petersburger Stadtparlaments, um das Datum der Gouverneurswahl im Herbst 2003 festzusetzen. Alles lief, wie erwartet – erwählt wurde der von vornherein angepeilte und favorisierte 21. September. Für diese Variante stimmten 41 der 42 Volksvertreter im Mariinski-Palais. Nur ein Abgeordneter enthielt sich seiner Stimme.
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Somit wird der vorletzte Sonntag im September zum großen Wahltag in der Nordwest-Region. Auch im Leningrader Gebiet stehen Gouverneurswahlen an. Von der Zusammenlegung der beiden Urnengänge erhoffen sich die Politiker eine verstärkte Wahlbeteiligung. Begründung: Die Petersburger werden im Sommer auf ihren Datschas, die samt und sonders im Leningrader Gebiet verteilt sind, so viel Wahlkampfgetümmel präsentiert bekommen, dass sie darüber die Wahl in der eigenen Stadt gar nicht mehr vergessen können.
Sollte dem wider Erwarten doch so sein, haben die klugen Gesetzesväter vorgesorgt – um die Wahl des neuen Gouverneurs von St. Petersburg für Rechtens zu erklären, sind für die diesjährige Prozedur ganze 20 Prozent Wahlbeteiligung ausreichend.
Wadim Tjulpanow, Speaker des Petersburger Parlaments, rechnet nach der heutigen Sitzung seines Gremiums damit, dass nun sofort der Wahlkampf einsetzt. Dabei verwehrte er sich gegen die Meinung, die anstehenden Wahlen seien ohne Alternative. „Petersburg ist eine demokratische Stadt“, ließ er verlauten. Zugleich betonte er jedoch, Vize-Gouverneurin Anna Markowa „könne an den Wahlen teilnehmen“, sei aber „keine ernste Konkurrenz für Valentina Matwijenko“. Andere Kandidaten haben bisher nicht ihre Bereitschaft erklärt, sich der Wahl zum Chef im Smolny zu stellen. (sb/rufo)
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