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Die düsteren und verwilderten Gemäuer auf Neu-Holland werden in einen multifunktionellen Komplex umgewandelt. (Foto: fontanka.ru)
Die düsteren und verwilderten Gemäuer auf Neu-Holland werden in einen multifunktionellen Komplex umgewandelt. (Foto: fontanka.ru)
Mittwoch, 15.02.2006

Ein Brite erobert Neu-Holland

St. Petersburg. Der britische Architekt Norman Foster und die Moskauer Firma „ST-Nowaja Gollandia“ haben den Wettbewerb für die Rekonstruktion der Kanalinsel gewonnen. In drei Jahren soll der Bau vollendet sein.

Eine Jury, der Experten aus Wirtschaft und Architektur sowie die Gouverneurin Valentina Matwijenko angehörten, hatte das Projekt aus den drei Favoriten ausgewählt. Mit Baukosten von rund 320 Millionen Dollar ist es der günstigste der drei Entwürfe aus der Endauswahl. Das Honorar für den Architekten wird etwa 15 Prozent der Gesamtkosten betragen.

Der Volksmeinung entsprochen


Als wichtigstes Kriterium bei der Auswahl bezeichnete Matwijenko einen möglichst schonenden Umgang mit der historischen Bausubstanz, die „organisch mit neuen Ideen erfüllt“ werden solle. Mit ihrem Entscheid entspricht die Kommission auch dem Wunsch eines Großteils der Besucher in der Architekturausstellung, die der Stichwahl vorausgegangen war. Foster hatte dort von allen dreien Architekten den größten Zuspruch erhalten.

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• Verbrannte Erde auf Neu-Holland (27.12.2004)
• Neubauten kommen auf die schwarze Liste (16.03.2005)
• Die russische Weite – im Stadtmaßstab (06.12.2005)
Lord Norman Foster ist ein Architekt von Weltruf und bekannt für seine offenen und multifunktionalen Bauten, bei denen er viel Glas verwendet. Zu seinen bekanntesten bisherigen Arbeiten gehören der Umbau des Berliner Reichstags sowie die Neugestaltung des Londoner Trafalgar Square. Mit dem Bauvorhaben in Petersburg erweitert aber auch der Moskauer Baukonzern „ST-Group“, der die „ST-Nowaja Gollandia“ gehört, ihren Einflussbereich nach Norden.

Von der Gefängnisinsel zum Kultur- und Businesskomplex


Mit der Rekonstruktion wird das etwas düstere ehemalige Marinearsenal, wo sich früher Schiffswerkstätten sowie Magazine und ein Gefängnis befunden hatten, in ein öffentliches Gelände für Business und Festivals umgewandelt. Alle Bauten, die nicht als historisch wertvoll eingestuft sind, werden ersetzt. Fünf von zwanzig Gebäuden der Insel stehen unter Denkmalschutz - darunter auch der berühmte Bogen von Vallin-Delamotte.

Acht statt zwei Brücken auf die Insel


Zentrales Gebäude des neuen Komplexes wird ein Festivals-Palast für 2000 Personen für Konzerte und Kongresse sein. Daneben wird ein Amphitheater errichtet, das im Winter als Eislaufstadion genutzt werden kann. Auf der Fläche, welche durch Abriss alter Gebäude frei wird, soll unter anderem ein Bürokomplex, Restaurants, Geschäfte sowie drei Hotels in der Vier- bis Fünfsternkategorie entstehen.

Von den Speichergebäuden wird eines erhalten und darin ein Geschichtsmuseum eingerichtet. Auch die ehemalige Schmiede bleibt erhalten und wird in eine Kunstgalerie umgewandelt. Die einst abgeschirmte Insel wird außerdem zu den bereits bestehenden zwei Brücken sechs weitere erhalten. Das unterirdische Parkhaus wird Platz für mindestens 1.000 Fahrzeuge bieten.

Bauzeit offiziell drei bis vier Jahre


Mit dem Bau soll so bald wie möglich begonnen werden, und vollendet soll das neue Neu-Holland in drei bis vier Jahren sein - wobei diese Angaben wie auch der Kostenvoranschlag mit Vorsicht zu genießen sind. Sowohl der schwierige Baugrund wie auch die berüchtigte russische Bürokratie können ein Unternehmen von solchen Dimensionen unter Umständen massiv hinauszögern.

Ein gutes Beispiel ist dafür ist die Baustelle für die zweite Bühne des Mariinski-Theaters, die in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Nachdem nun endlich die alten Gebäude abgerissen und die Baufläche freigeräumt sind, verschleppen neue Zweifel darüber, ob der Boden für den Neubau überhaupt tragfähig sei, den Baubeginn.

(-eva/.rufo)


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