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| Die Finnjet wird nach zwei Jahren Einsatz St. Petersburg nicht mehr anlaufen (foto: silja) | |
Samstag, 10.09.2005
Fährlinie Rostock-Petersburg wird eingestellt
St. Petersburg. Die finnische Reederei „Silja Line“ beendet am 23. September den für sie nicht rentablen Liniendienst zwischen Deutschland und Russland. Die Fähre „Finnjet“ wurde schon zum Verkauf ausgeschrieben.
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Silja Line hatte den Fährverkehr auf der Route Rostock-Tallinn-St. Petersburg 2004 aufgenommen. Entgegen der ursprünglichen Pläne, die Route ganzjährig zu betreiben, wurde dann doch eine lange Winterpause eingelegt: Die Auslastung war mit nur etwa 20.0000 Passagieren weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
2005 war eigentlich eine gute Saison für die Finnjet
In diesem Jahr zog die schnelle Fährverbindung zwischen Deutschland und Petersburg dann aber bedeutend mehr Passagiere an: Wie der „Kommersant“ berichtet, wurden bereits annährend 100.000 Reisende befördert, was sogar die Prognosen von Silja selbst übertraf. Um rentabel zu sein, müsste die Fähre 120.000 Passagiere pro Saison haben. Im nächsten Jahr, so Tourismus-Experten gegenüber der Zeitung, wäre die Linie voraussichtlich in die schwarzen Zahlen gekommen.
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Die von akuten Verlusten geplagte finnische Reederei hat aber dennoch bereits jetzt die Geduld mit der Finnjet verloren: Anstatt die schon recht angegraute Schnellfähre erst - wie schon vor einigen Wochen angekündigt – für 25 Millionen Dollar zum Ende der Saison 2006 zu verkaufen, soll das Schiff nun schon am 23. September von der Ostsee-Route abgezogen und ausgemustert werden, teilte Silja gegenüber finnischen Medien mit.
St. Petersburg ist wieder ohne Fähranschluss
Damit bleibt St. Petersburg vorerst ohne Passagier-Fährverbindungen über die Ostsee, da auch schon die estnische Tallink ihren Dreiecksverkehr zwischen Petersburg, Helsinki und Tallinn mangels Rentabilität wieder eingestellt hat. Ansonsten verkehren zwischen Petersburg und der deutschen Ostseeküste nur vergleichsweise schlichte Fährschiffe, die auf den Transport von Trailern und Lastwagen spezialisiert sind, aber auch einzelne Passagiere mitnehmen.
Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass im nächsten Jahr andere Fährbetreiber die von Silja im Laufe von zwei Jahren populär gemachte Verbindung zwischen Rostock und Petersburg reanimieren – und dann auf dieser Route auch Gewinn einfahren. Die Petersburger Stadtverwaltung würde es mit Sicherheit begrüßen: Denn erst in diesem Jahr wurde ein gewaltiges Landgewinnungsprojekt beschlossen, um unter anderem einen neuen Fährhafen bauen zu können. Ohne Fährverbindungen würde der wenig Sinn machen ...
(ld/rufo)
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