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| Der Schuss vom Panzerkreuzer Aurora war gar keiner. (Foto: fontanka.ru) | |
Montag, 14.11.2011
Fingiert: kein Schuss der Aurora am 7. 11. 2011
St. Petersburg. Ein Youtube-Video hat in Petersburg für Wirbel gesorgt: Es zeigt, wie aus der Hauptkanone des Panzerkreuzers „Aurora“ ein Schuss abgegeben wird. Laut Militär ist die ganze Sache eine Fälschung.
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Das kurze Video mit dem Titel „RUS Cruiser 1 AURORA Fires“ war am Freitag im Netz aufgetaucht. Den Link hatte die durch ihre spektakulären Protestaktionen bekannt gewordene Künstlergruppe „Woina“ (Krieg) in ihrem Twitter-Blog platziert. Auf deren Konto geht z. B. ein auf die Liteiny-Brücke aufgemalter Phallus (Russland-Aktuell berichtete).
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“Die Revolution hat begonnen!“ Der Clip zeigt, wie zwei Männer in Tauchanzügen unbemerkt auf das Schiff gelangen, zur Kanone laufen und aus ihr einen Schuss abgeben. Die Autoren behaupten, das habe sich am 7. November 2011 zugetragen, also am 94. Jahrestag des Beginns der Oktoberrevolution, die bekanntlich mit einem Schuss der „Aurora“ eingeleitet worden war.
Den meisten Bloggern gefiel das Video offensichtlich, denn immer wieder tauchten begeisterte Kommentare wie „Es geht los!“ und „Die Revolution hat begonnen!“ auf. Viele äußerten aber auch Bedenken, es könnte sich schlichtweg um eine Fälschung handeln.
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Original und Fälschung Zu diesem Schluss ist jetzt auch eine Ermittlungsgruppe der Leningrader Militärbasis und der Petersburger Innenbehörde gekommen. Der Clip sei „aus mehreren Stücken zusammengesetzt“, erklärte ein Informant gegenüber einem Korrespondenten von BaltInfo.
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Aus der Kanone sei zuletzt während des Petersburger Stadtgeburtstages geschossen worden und die Überwachungskameras gäben auch keine Hinweise auf ein „Entern“ des legendären Panzerkreuzers. Außerdem würden die beiden Männer direkt am Wachposten vorbeilaufen, der rund um die Uhr seinen Dienst tut. Und der hätte nichts bemerkt.
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Die Petersburger Anarchisten haben in letzter Zeit Geschmack an der Aurora gefunden. Erst vor wenigen Wochen hatte eine Aktionsgruppe eine Piratenflagge auf dem Hauptmast gehisst. Die jungen Leute wurden wegen „geringfügigem Rowdytum“ zu Ordnungsstrafen verurteilt.
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