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| Flughafen Pulkowo (foto: Deeg/rufo) | |
Montag, 27.01.2003
Flughafen Pulkovo – zum Jubiläum nur für VIPs?
St. Petersburg. Am Wochenende ließ Konstantin Tozki, der Chef der russischen Grenztruppen, hinsichtlich des Stadtjubiläums Ende Mai eine Bemerkung fallen, die vielen Petersburgern, und nicht nur ihnen, gar nicht behagen kann: „Nur als Mitglied von Staatsdelegationen wird es möglich sein, die Nördliche Hauptstadt anzufliegen.“ Soll heißen: Pünktlich zum 300. Stadtgeburtstag wird der Flughafen Pulkowo dicht gemacht. Ganz so schlimm wird es wohl nicht kommen, aber fast.
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Gerüchte kursieren schon lange, dass Petersburg in den zehn heißen Feiertagen zwischen dem 27. Mai und dem 5. Juni für normalsterbliche Reisende geschlossen wird. Angeblich werden Touristenvisa für diesen Zeitraum nicht ausgestellt, und die besten Hotels sind seit langem für die rund 50 ausländischen Staatsdelegationen ausgebucht, die Wladimir Putin zum Geburtstagsfest in seine Heimatstadt geladen hat. Und jetzt also noch der Flughafen. Der ist einerseits hochgradig sicherheits-sensibel und trotz laufender Ausbauarbeiten eher provinziell dimensioniert. Also ein echter Flaschenhals.
Eine Nachfrage von aktuell.RU bei der Pressestelle von Pulkowo ergab, dass höchstwahrscheinlich nur die drei Tage um den großen Staatsgipfel herum betroffen sind – also der 30. und 31. Mai und der 1. Juni 2003.
Manch Eingeborener der Stadt mag angesichts der drohenden Flut offizieller Gäste mit dem Gedanken liebäugeln, sich zwecks Nervenschonung für die Zeit der pompösen Feierlichkeiten aus Petersburg abzusetzen. Wer das im Sinn hat, sollte rechtzeitig buchen: Ein Journalist des „Kommersant“ machte die Probe aufs Exempel. Ein Anruf in einem Reisebüro ergab, dass es am 28. Mai noch Plätze in der Maschine nach Prag gibt, für den 31. Mai hingegen der Verkauf gestoppt ist. Ein ernstes Zeichen ...
Geschäftsleuten sei angeraten, in den betreffenden Tagen besser keine Verhandlungstermine in Petersburg anzuberaumen. Wenn sie es schaffen, vor dem Einfall der Delegationen hier anzulanden, müssen sie sich auf einen etwas verlängerten Aufenthalt einstellen, denn nach drei Tagen „flugfreie Zone“ kann sich jeder ausmalen, welchen Ansturm es danach auf Pulkowo geben wird. Und niemand ist gefeit davor, dass aus den drei Tagen plötzlich doch mehr werden, und das in allerletzter Sekunde.
Aktuell.ru wird dieses Thema weiter verfolgen. Sobald es genauere Informationen gibt, melden wir uns wieder.
(sb/rUFO)
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