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| Die Finanzmärkte bröckeln, aber die Pläne für das Ochte-Center wanken nicht - sagt Gazprom (bild: ohta-center.ru) | |
Dienstag, 14.10.2008
Aktualisiert 16.10.2008 18:47
Gazprom hält trotz Krise an Turmbau-Plänen fest
St. Petersburg. Die Gasprom-Tochter „Gazprom Neft“ steht trotz aller Erschütterungen auf den Finanz- und Aktienmärkten weiterhin zu ihrer Beteiligung an dem umstrittenen Wolkenkratzer-Projekt "Ochta-Center".
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Auch wenn im Zuge der Finanzkrise in Russland gegenwärtig reihenweise Baukonzerne und Immobilienunternehmen ihre Projekte einfrieren: Beim Energiegiganten Gazprom will man trotz sinkender Ölpreise, Kreditnöten und eingebrochener Börsenkurse vorerst nicht auf die grandiosen Baupläne der jüngsten Vergangenheit verzichten.
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Wolkenkratzer soll in acht Jahren fertig sein Gazprom-Neft-Vorstandsmitglied Alexander Dybal erklärte, dass sein Unternehmen zu seinen „Verpflichtungen gegenüber St. Petersburg“ stehe. Der Bau des „Ochta-Centers“ sei eine davon. „Wir haben vor, dass der ganze Komplex bis 2016 fertig gestellt sein wird“, so Dybal.
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Stadt denkt laut über Geld-Entzug nach Provoziert wurde das Gazprom-Statement durch die Aussagen des Petersburger Vizegouverneuers Michail Ossejewski, der angesichts der Finanzkrise eine Einschränkung der städtischen Beteiligung an dem Projekt nicht ausschließen will. Die Stadt plant, ihren Haushalt für das nächste Jahre um acht Prozent zu kürzen. Davon könnten auch die im Umfang von etwa 3 Mrd. Rubel (ca. 84 Mio. Euro) jährlich geplanten Beiträge zum Ochta.-Center betroffen sein.
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Kern des Großprojekts an der Mündung der Ochta in die Newa - schräg gegenüber des historischen Smolny-Klosters - ist ein 396 Meter hoher Büroturm. Zu dessen Füßen ist eine Vielzahl von weiteren Gebäudekomplexen geplant, in denen öffentliche Einrichtungen wie eine Eisbahn, ein Museum für moderne Kunst und ein Konzertsaal untergebracht werden sollen.
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Stadt und GazpromNeft machen Halbe-Halbe Die Bauträgerschaft teilen sich GazpromNeft (zu 51 Prozent) und die Stadt St. Petersburg (zu 49 Prozent). Gazprom-Strukturen sollen in dem Komplex etwa 16 Prozent der Flächen besetzen. Der vom britischen Architekturbüro RMJM gestaltete Bau wird auf etwa 2 Mrd. Euro Kosten veranschlagt.
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Das Hochhaus ist wegen seiner gigantischen Ausmaße in St. Petersburg heftig umstritten. Kritiker fürchten, dass durch den "Maiskolben" das von der ebenmäßigen Horizontale geprägte Stadtbild auf ewig verunstaltet wird.
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Bislang hat die Stadtverwaltung deshalb bei den schon laufenden Genehmigungs-Prozeduren eine Kernfrage ausgeklammert: Die Höhe des geplanten Gebäudes ist offiziell noch nicht festgelegt.
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