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| Die Planer haben viel freie Fläche am Finnischen Meerbusen zu füllen (foto: deeg/rufo) | |
Montag, 25.07.2005
Ideen-Wettbewerb für Chinatown ausgeschrieben
St.Petersburg. Mit einem Wettbewerb soll das optimale Konzept für die Baugebiet „Baltische Perle“ gefunden werden. Heute fiel der Startschuss zu dem Rennen, an dem sich illustre Planungsbüros beteiligen.
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Noch bevor der Grundstein im Juni gelegt war, hatte das Vorhaben schon für Schlagzeilen gesorgt: Für rund eine Milliarde Euro soll innerhalb von fünf Jahren auf 164 Hektar Land eine Wohnsiedlung für 35.000 Personen am südlichen Stadtrand von Petersburg entstehen. Für noch mehr Aufsehen als die gigantischen Ausmaße des Unternehmens hatte allerdings die Bauherrschaft gesorgt, die sich aus fünf chinesischen Unternehmen zusammensetzt.
Die Proteste der zukünftigen Nachbarn der „Chinatown“ waren allerdings vergeblich. Mit einer prominent besetzten Zeremonie, an der neben Gouverneurin Valentina Matwijenko und Wirtschaftsminister German Gref auch der chinesische Vizepremier des chinesischen Staatsrates, Zen Pejang, und der Vizebürgermeister von Schanghai, Tscho Juigen teilnahmen, nahm die Sache ihren Anfang.
Vier Ausländer, zwei Russen im Rennen
Dass das Unternehmen nach einem Monat noch keineswegs an Fahrt verloren hat, beweist der Architekturwettbewerb, der heute im Petersburger Nobelhotel „Europe“ eröffnet wurde und an dem eine ganze Reihe international renommierter Planungsbüros teilnimmt.
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Wie die Zeitung „Kommersant“ schreibt, sind darunter vier große ausländische Bewerber: die Honkonger Filiale von HOK International, das Büro OMA des bekannten holländischen Architekten Rem Kolhaas, das gemeinsam mit dem englischen Ingenieurbüro Ove Arup & Partners auftritt, sowie Xaveer De Geyter aus Belgien und SWECO FFNS aus Schweden. Russische Kandidaten sind Semzow Kondein & Partner und das „Studio 44“der Brüder Nikita und Oleg Jawein.
Von allen das Beste
Ein Teil der Firmen tritt nicht zum ersten Mal in Petersburg auf den Plan. So war HOK International bereits einmal bei der (nie verwirklichten) Planung des Petersburger Hochgeschwindigkeits-Bahnhofs im Rennen. „Studio 44“, HOK, Ove Arup und OMA hatten sich außerdem schon früher um die Rekonstruktion des Generalstabs beworben, wobei das „Studio 44“ den Zuschlag erhielt.
Wie der „Kommersant“ herausfand, soll es sich bei der aktuellen Ausschreibung nicht um einen Architektur-, sondern mehr um einen Ideenwettbewerb handeln. Am Schluß werde kein Sieger bestimmt, sondern bloß die besten Komponenten jedes Projekts miteinander vereinigt.
(eva/rufo)
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