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| Momentan noch ziemlich zerfallen: Neu-Holland in Petersburg (Foto: fontanka.ru) | |
Freitag, 11.11.2005
Investor gesucht für Neu-Holland
St. Petersburg. Ein Wettbewerb soll den Investor für die Generalsanierung der im Petersburger Zentrum gelegenen Insel Neu-Holland bestimmen. Wenn alles klappt wie geplant, beginnen die Arbeiten Mitte 2007.
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Fast 25 Jahre wird bereits über die Nutzung des historischen Gebäudekomplexes von Neu-Holland diskutiert und gestritten. Seitdem das Militär die Insel vor fast einem Jahr endgültig räumte und sie feierlich der Stadt übergeben wurde, liegt das Eiland unbewohnt und ungenutzt da. Ein in der letzten Woche ausgerufener Investoren-Wettbewerb soll neues Leben in die Steinwüste hauchen.
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99 Jahre Pacht
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Bis Mitte Februar will die Stadt auf diesem Wege einen Generalinvestor finden, der bereit ist, mindestens 300 Millionen US-Dollar in den Flecken zwischen Moika, Krjukow- und Admiralitäts-Kanal zu pumpen. Dabei muss er eine ganze Reihe Vorgaben der föderalen und lokalen Denkmalschutzbehörden beachten. Im Gegenzug bekommt er für 99 Jahre Pachtrecht auf einen Großteil des Geländes.
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Als zentraler Teil des neuen Kultur- und Erholungskomplexes ist ein „Festival-Palast“ gedacht, in dem vor allem das Mariinski-Theater bevorzugtes Auftrittsrecht bekommen soll. Waleri Gergijew, künstlerischer Leiter des weltberühmten Opern- und Ballett-Hauses, sitzt denn auch in der Jury, die über den Investor abstimmen wird. Weitere Mitglieder sind u. a. Ermitage-Direktor Michail Piotrowski und Gouverneurin Valentina Matwijenko.
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Mariinski bleibt am Ball
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Damit wahrt das Mariinski-Theater also doch seine Interessen an der Insel. Eine der früheren Varianten des Umbaus von Neu-Holland hatte seine vollständige Übergabe an das Theater vorgesehen. Von diesen Plänen wurde später Abstand genommen, als die Entscheidung gefällt wurde, die neue Bühne des Mariinski hinter dem alten Gebäude am gegenüberliegenden Ufer des Krjukow-Kanals zu errichten.
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Vier Interessenten gibt es bereits
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Laut Stadtregierung haben bereits vier Investoren ihr Interesse an dem Projekt bekundet. Die Namen werden allerdings geheim gehalten. Die Initiatoren gehen davon aus, dass sich das sieben Hektar große Gelände – bis heute eine der geheimnisvollsten und verschlossensten Ecken Petersburgs – nach der Rekonstruktion in ein bei Einheimischen wie Touristen gleichsam beliebtes und frequentiertes Kultur- und Freizeitzentrum verwandeln wird.
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(-sb/rufo)
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