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| Keine Einigkeit um die Zukunft des Pl. Wosstanija. Foto: fontanka.ru | |
Sonntag, 10.08.2008
Konzept am Moskauer Bahnhof wieder umgeschmissen
St. Petersburg. Die niemals endende Geschichte um Unterführung plus Einkaufszentrum am Pl. Wosstanija geht in eine neue Runde: Nun soll es weniger Einkaufsmöglichkeiten geben, dafür aber mehr Verkehrsentlastung.
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Das im März von dem Architektentandem Sergej Tschoban und Jewgeni Gerassimow vorgelegte Projekt mit Fußgängerunterführungen, einer zweigeschossigen Shopping-Meile und einem Parkhaus war auf Wunsch des städtischen Baurats und der Stadtregierung bereits umgearbeitet worden – in Richtung weniger Handel und mehr Verkehr.
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Es soll Anfang September auf dem II. Internationalen Investitionsforum PROEState vorgestellt werden. Doch was nun aus dem Smolny verlautet, klingt nach einer völligen Absage an die Konzeption. „Unter dem Platz sollen zuallererst Verkehrsprobleme gelöst werden, das hat absolute Priorität“, so Vizegouverneur Alexander Wachmistrow. „Vielleicht wird es gar kein Investitionsprojekt, sondern ein rein staatliches.“
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„Ohne Privatinvestor völlig unrealisierbar“
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Nachgedacht wird gar, den Abschnitt des Ligowski Prospekts, der über den Platz des Aufstands führt, unter die Erde zu verlegen. Auch könnten viel mehr Parkplätze angelegt werden. Für die Fußgänger wäre die Unterführung mit ihren sieben geplanten Eingängen dann eine rein funktionelle Angelegenheit, um über den Platz zu kommen – ohne jede Verlockung durch Läden und Cafés.
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Unabhängige Experten verweisen jedoch darauf, dass ein Vorhaben dieser Größenordnung ohne Privateinlagen nicht umzusetzen ist. So sieht Igor Gorski von der „Agentur für Entwicklung und Untersuchung von Immobilien“ in Tschobans und Gerassimows Projekt eine „Balance der Interessen von Stadt und Investor“.
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„Die Stadt hat seit Jahrzehnten Pläne, am Pl. Wosstanija Unterführungen anzulegen. Aber alle scheiterten sie an den fehlenden Haushaltsmitteln“, so Gorski. „Ohne die Beteiligung von Privatkapital ist das nahezu unmöglich. Aber ein Investor wird kein Geld in ein unrentables Projekt stecken.“
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