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| Denkmal für Stalin-Opfer in SPB/foto:Deeg | |
Dienstag, 24.09.2002
Massengräber von Opfern der Stalinzeit gefunden
St. Petersburg. Am Rande des Rshewka-Truppenübungsplatzes nordwestlich von St. Petersburg wurde ein Massengrab entdeckt, in dem bis zu 30.000 Opfer der Erschießungen von Ende der 1930er Jahre vermutet werden. Den grausigen Fund machte eine Suchgruppe der Menschenrechtsorganisation „Memorial“. Bereits vor zehn Jahren war „Memorial“ die sensationelle Entdeckung der Massengräber in Lewaschowo bei Petersburg gelungen.
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Laut „Memorial“ wurden während der stalinschen Repressionen in Leningrad etwa 40.000 Menschen ermordet. Bis heute ist völlig unklar, wo sie begraben worden sind. Die Massengräber von Lewaschowo, das inzwischen den Status eines staatlichen Gedenkfriedhofs erhalten hat, konnten nur einen Bruchteil davon aufnehmen. Eduard Schnitke, Vorsitzender von „Memorial“, erklärte der Tageszeitung „Iswestija“, dass der Sicherheitsdienst FSB alle Anfragen nach Beweismaterialien mit dem Hinweis vom Tisch fege, es wären keine Archive erhalten geblieben.
Die am Rshewka-Truppenübungsplatz aufgefundenen Leichen sind inzwischen der Gerichtsmedizin übergeben worden. Dafür, dass es Opfer von Erschießungen sind, sprechen die Einschusslöcher am Hinterkopf und die aufgefundenen Projektile, die von Waffen stammen, mit denen Ende der 1930er Jahre die Truppen des NKWD (Vorgänger von KGB und FSB) ausgerüstet waren. Erschwert werden die Arbeiten dadurch, dass die Erde außer den Leichen jede Menge scharfer Munition birgt.
(sb/rUFO)
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