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| Im Smolny ist die neue Mannschaft fast vollzählig beisammen. Foto: Deeg | |
Dienstag, 04.11.2003
Matwijenko stellt ihre Mannschaft vor
St. Petersburg. Bis auf einen Posten hat die neue Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko ihre Regierungsmannschaft beisammen. Damit das Parlament der Stadt die Liste bereits am 12. November absegnen kann, werden sich die Kandidaten für die Vizegouverneurs-Sessel im Laufe dieser Woche den Abgeordneten in informellen Gesprächen vorstellen. Der Bestätigung von Matwijenkos Wunschliste steht kaum etwas im Wege.
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Eine „energische, junge und professionelle Mannschaft“ hatte Frau Matwijenko den Petersburgern gleich nach der Amtseinführung angekündigt. Überraschungen zauberte sie im Endeffekt aber so gut wie keine aus dem Hut. Einziges wirklich neues und „junges“ Gesicht in der künftigen Smolny-Riege ist der für Wirtschaft und Finanzen vorgesehene Michail Ossejewski. Der 43jährige Geschäftsmann hatte bis jetzt die Stellung des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Promstroibank inne.
Zweitjüngster in der Mannschaft soll Sergej Tarassow werden – der 44jährige Politiker war Speaker des Stadtparlaments in der vorangegangenen Legislaturperiode. Er galt als loyal gegenüber Ex-Gouverneur Wladimir Jakowlew und wird nun das Ressort Kultur, Wissenschaft, Bildung und Medien leiten.
Die Kontinuität zur vorherigen Regierung gewährleistet der 49jährige Alexander Wachmistrow, der bereits unter Jakowlew das Bau-Komitee geleitet hatte. Ein Erbe aus Vor-Matwijenko-Zeiten ist auch der 55jährige Oleg Wirolainen, der weiterhin für die Kommunalwirtschaft verantwortlich zeichnen soll. Auch Viktor Lobko (59) behält seinen Posten als Leiter der Administration der Petersburger Regierung.
Andrej Tschernenko (50), Matwijenkos ehemaliger erster Stellvertreter im Amt der Generalgouverneurin für die Nordwest-Region, übernimmt die neu geschaffene Stelle des Vizegouverneurs für Gesetzlichkeit und Sicherheit. Zu seinem Aufgabenfeld werden außerdem die Außenbeziehungen und der Tourismus gehören.
Den eigens von Matwijenko eingeführten Posten des Vizegouverneurs für die Investitionspolitik soll der einflussreiche Petersburger Geschäftsmann Juri Moltschanow (51) übernehmen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Holding „Business-Link“ organisierte er den kürzlich abgehaltenen Wettbewerb um den Neubau des Mariinski-Theaters.
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Der siebte Vizegouverneurs-Sessel – das Ressort Soziales und Gesundheit – verbleibt zunächst ohne konkrete Kandidatur. Laut der Tageszeitung „Kommersant“ ist die bisherige Verwaltungsleiterin des Petrogradski-Stadtbezirks, Ljudmila Kostkina, die wahrscheinlichste Anwärterin auf diesen Posten.
Matwijenko ließ die Liste mit ihren Wunschkandidaten am Montag der Gesetzgebenden Versammlung zukommen. Die Kandidaturen können erst in dem Moment vom Stadtparlament abgesegnet werden, wenn das neue Gesetz „Über die Regierung von St. Petersburg“ in Kraft tritt. Das passiert am 10. November. Also gibt es gute Chancen, die Einsetzung der Vizegouverneure bereits auf der turnusmäßigen Sitzung vom 12. November vorzunehmen.
Zumal kaum jemand daran zweifelt, dass die Volksvertreter Matwijenkos Wünschen entsprechen werden. Gegenüber der Tageszeitung „Delowoi Peterburg“ drückte der Abgeordnete Sergej Andenko dies folgendermaßen aus: „Ich denke, die Gesetzgebende Versammlung wird überhaupt keine Probleme mit der Bestätigung der Kandidaturen haben, denn wir sollten der Gouverneurin doch auf alle erdenkliche Weise helfen.“ (sb/.rufo)
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