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| Der Petersburger Polizeichef Suchodolski hat den Kampf gegen seine Vorgesetzten in Moskau verloren. (Foto: fontanka.ru) | |
Freitag, 10.02.2012
Medwedew feuert Petersburger Polizeichef nach Skandal
St. Petersburg. Nach nur acht Monaten im Amt muss Petersburgs oberster Polizist Michail Suchodolski seinen Sessel räumen. Er hatte eine Inspektion aus Moskau abgelehnt, nachdem auf einer Wache ein Jugendlicher gestorben war.
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Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat am Freitag Suchodolskis Entlassung angeordnet. Auf dem alljährlichen Kollegium der Innenbehörde in Moskau hatte Medwedew Suchodolski nicht namentlich erwähnt, aber seine Worte: „In den Reihen der Polizei ist kein Platz für Hysterie und Eigenwerbung“ waren ganz offensichtlich gegen ihn gerichtet.
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Der oberste Polizist der Nördlichen Hauptstadt hatte sich demonstrativ von der Sitzung ferngehalten. Hintergrund des Konflikts ist ein Todesfall auf einer Petersburger Polizeiwache. Dort war ein 15-Jähriger gestorben, nachdem ein Polizist ihn beim Verhör geschlagen hatte.
Aus Moskau reiste daraufhin eine von Innenminister Raschid Nurgalijew eingesetzte 30-köpfige Inspektionsgruppe an, die eine 20 Tage lange Überprüfung der Petersburger Polizei vornehmen soll – sie dauert noch bis zum 7. Februar an.
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Suchodolski trat daraufhin mit der Erklärung an die Öffentlichkeit, „die Polizei könne die Bürger nicht mehr schützen, weil sie einer Überprüfung unterzogen wird“. Er könne „nicht garantieren, die Sicherheit in der Stadt im Vorfeld der Wahlen zu gewährleisten“.
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Moskau tritt jetzt die Notbremse und schickt den unbequemen Polizeigeneral in die Wüste. Außerdem wurde ein Verfahren gegen eine der Polizei unterstehende Wachfirma eingeleitet, die Suchodolski lange geleitet hatte.
Sondereinheiten der Polizei haben derweil Suchodolskis Arbeitszimmer auf dem Suworow-Prospekt in St. Petersburg blockiert. Er sucht dort seine Sachen zusammen, meldet Interfax. Offiziell hatte er sich für den Freitag krank gemeldet. Aus Moskau kam die Forderung, er solle „umgehend das Kabinett verlassen und die Petersburger Polizei nicht bei der Arbeit stören“.
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Suchodolski erklärte gegenüber Interfax am Telefon, er fürchte festgenommen und verhaftet zu werden. Er habe „so etwas“ nicht erwartet, sagte er. Er wünsche niemandem von seinen Kollegen, „in so eine Situation zu geraten, in der ich jetzt stecke“.
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