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| Petersburg soll eine größere Variante der La Porta d Europa bekommen. Foto: strukturae.de | |
Freitag, 21.11.2008
Neue Brücke über die Newa nach spanischem Vorbild
St. Petersburg. Gleich vier Varianten der neuen Newa-Querung kurz vor der Mündung in den Finnischen Meerbusen liegen der Stadt jetzt vor. Die größten Chancen hat eine Kopie der La Porta d'Europa im Hafen von Barcelona.
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Die auf 21 Milliarden Rubel (ca. 610 Millionen Euro) veranschlagte Brücke soll 2014 fertig sein. Sie wird in Höhe der 24. und 25. Linie der Wassili-Insel und der Neu-Admiralitäts-Insel über die Newa geschlagen und damit die völlig überlasteten Innenstadtbrücken wesentlich entlasten.
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Darüber gibt es keine Diskussionen, denn ohne einen weiteren „Steg“ über die Newa droht Petersburg schon in wenigen Jahren der Verkehrskollaps. Fragen wirft, wie gewohnt, die Gestaltung der neuen Brücke auf. Die alte Crux: Wie kann sich ein modernes Bauwerk in die historische Bebauung der Stadt einfügen?
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Petersburg, London oder Barcelona?
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Das Projektierungsinstitut „Strojprojekt“ legte gleich vier Varianten vor: eine klassische Newa-Brücke im gewohnten Petersburger Stil, einen Abklatsch der Londoner Tower Bridge, eine Drehbrücke und eine Kopie der La Porta d'Europa in Barcelona.
Die Petersburger Variante wurde sofort abgelehnt, denn die neue Brücke muss wesentlich größere Klappfelder haben als alle bisherigen Newa-Querungen, um an diesem westlichsten Punkt der Wolgo-Balt-Transitlinie auch am Tage das Passieren von Schiffen zu ermöglichen.
Eine zu große Brücke verschandelt die Umgebung, befanden die Denkmalschützer. Aus diesem Grund wurde auch die Nachahmung der Themse-Brücke ad acta gelegt. Eine Drehbrücke war den Reedern nicht sicher genug.
Weg mit der Admiralitäts-Werft!
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Übrig bleibt die Variante La Porta d Europa oder besser: eine vergrößerte Kopie dieser Brücke. Das Projekt soll nun überarbeitet werden, besondere Kopfschmerzen bereiten die Anfahrten von beiden Ufern aus.
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Das linke Ufer ist bisher von den Werkshallen der Admiralitätswerft belegt; die Verlagerung des Schiffsbauers und die Übergabe des Geländes an die Stadt werden zurzeit noch verhandelt. Ist dies geschehen, steht dem Bau der Zufahrt zur neuen Brücke kaum noch etwas im Wege.
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Schwieriger ist es am rechten Ufer: Dort fordert die historische Bebauung – unter anderem das klassizistische Gebäude des Bergbau-Instituts – eine sehr subtile Lösung, damit das gewachsene Stadtbild nicht zerstört wird. Darüber werden die Planer von „Strojprojekt“ sich in der nächsten Zeit den Kopf zerbrechen müssen.
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