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| Der Überflieger: Kisho Kurokawa mit dem Modell des neuen Stadions für Zenit. Foto: kommersant.ru | |
Donnerstag, 24.08.2006
Neues Stadion: Zenit bekommt ein „Raumschiff“
St. Petersburg. Der japanische Altmeister des High Tech, Kisho Kurokawa, wird das neue Stadion für den Petersburger FC Zenit bauen. Er ging als Sieger aus einem internationalen Architekturwettbewerb hervor.
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Kurokawa selbst bezeichnet sein Projekt als „Raumschiff“, und tatsächlich ist die Ähnlichkeit etwa mit der guten alten Enterprise nicht von der Hand zu weisen. Das 62.167 Zuschauer fassende und gut 225 Millionen Dollar teure „Flugobjekt“ wird Russlands erstes supermodernes und von einem ausländischen Stararchitekten erbautes Stadion sein.
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Alle sind sich einig
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Der 72-jährige Kurokawa hatte die Jury vollzählig hinter sich – sein Entwurf wurde einstimmig als der beste befunden. Für Petersburgs Gouverneurin Valentina Matwijenko ist die neue Arena die „fußballerischste“ von allen. Bei der Präsentation des Siegers im Smolny sparte sie nicht mit lobenden Worten.
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Zenits Präsident Sergej Furssenko fasste sich dagegen kurz: Kurokawas Entwurf stelle den Verein vollends zufrieden, und den Kickern gefalle er auch. Den Fußballspielern imponiert sicher nicht nur das verschließbare Schiebedach, sondern mehr noch der „ausziehbare“ Rasen.
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Die Stadt verlangt Korrekturen
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Trotz der allgemeinen Begeisterung muss Kurokawa noch ein wenig nachsitzen: Die Jury hat ihn beauftragt, an seinem Entwurf einige Korrekturen vorzunehmen. Dabei geht es hauptsächlich um eine erweiterte Infrastruktur, mit der das Stadion auch außerhalb der Fußballsaison Geld verdienen kann.
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Bis Ende des Jahres soll die alte Arena, an deren Stelle das neue Stadion entstehen soll, vollständig demontiert sein. Der Abriss des Kirow-Stadions auf der Krestowski-Insel läuft nach Angaben der Stadtregierung bereits auf vollen Touren. Zu Saisonbeginn 2009 soll Zenit bereits in der neuen Arena auflaufen.
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Symbol für Russlands Durchbruch ins All
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Kisho Kurokawa begann seine Dankesrede sentimental mit Puschkins Liebeserklärung an die Newa-Metropole: „Ich liebe Dich, Du Werk von Peters Hand gemacht“ und gestand dann, Petersburg sei die erste Stadt gewesen, die er in seinem Leben außerhalb Japans besucht hätte.
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Weiter ging es mit Gagarin: Das Stadion soll laut Kurokawa an Russlands Durchbruch ins Weltall gemahnen und die neuesten russischen Technologien symbolisieren. Nicht umsonst habe er seinem Entwurf den Arbeitstitel „Raumschiff“ verliehen.
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Beim zweiten Anlauf erfolgreich
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Zu Kurokawas weltweit anerkannten Gebäuden zählen u. a. das Melbourne Central, der Flughafen in Kuala Lumpur und das neue Van Gogh-Museum in Amsterdam. In Petersburg hatte sich der japanische Meister des High Tech bereits um den Umbau von Neu-Holland beworben, jedoch erfolglos. Sein zweiter Anlauf wurde jetzt von Erfolg gekrönt.
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(sb/.rufo)
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