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| Foto: ld/.rufo | |
Dienstag, 25.01.2005
Neues vom Petersburger Metro-Bau
St. Petersburg. Endlich fließt das Geld, und nach langen Jahren der Stagnation geht es wieder voran mit dem Ausbau des U-Bahn-Netzes der Nördlichen Hauptstadt. Am 2. April wird die lang und heiß ersehnte Station „Kommendantski Prospekt“ eröffnet. Auf der ebenso dringend benötigten Frunse-Linie im Süden der Stadt laufen die unterirdischen Arbeiten ebenfalls wieder auf Hochtouren. 2008 sollen die ersten vier Stationen fertig sein.
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Zur Fertigstellung der ersten Stationen auf der Frunse-Linie Richtung Kuptschino werden mehr als 10 Milliarden Rubel benötigt. Nachdem dieses Jahr bereits 715 Millionen aus dem Staatshaushalt bewilligt wurden und Ende letzten Jahres schon 405 Millionen aus demselben Säckel kamen, steht der für 2008 angestrebten Fertigstellung von vier Stationen eigentlich nichts mehr im Wege.
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Erstmals überirdische Metro-Züge?
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Und doch wird gespart, wo immer es möglich ist. So entsteht am Heumarkt nicht, wie geplant, ein weiterer Ausgang, sondern nur ein Übergang von der bereits existierenden Station „Sennaja Pl.“ unter der Erde. Ebenso wird die Station „Swenigorodskaja“ an die bereits bestehende „Puschkinskaja“ angekoppelt. „Obwodny Kanal“ wird das bisherige Schicksal der Station „Admiraltejskaja“ teilen – hier werden die Züge bis auf weiteres ohne Halt durchrauschen.
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Von „Wolkowskaja“ bis „Pr. Slawy“ sind die Tunnel schon verlegt, und vom vorläufigen Endpunkt wird die Fahrt voraussichtlich irgendwann über der Erde weitergehen. Dies gehört zum Konzept der Petersburger Stadtregierung. In den Neubauvierteln soll die U-Bahn überirdisch geführt werden, denn dies ist wesentlich billiger. Zunächst ist dies aber Zukunftsmusik, denn vor 2015 wird die unterirdische Strecke bis „Pr. Slawy“ kaum fertig sein.
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Wir wollen eine Metrostation, keinen Bunker!
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Gouverneurin Valentina Matwijenko inspizierte Ende letzter Woche die kurz vor ihrer Eröffnung stehende Station “Kommendantski Prospekt”. Die Metrobauer sind sich sicher, dass die Zeremonie am 2. April über die Bühne gehen soll. Nicht am 1., denn sonst würden Petersburger das vielleicht als Scherz ansehen…
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Damit es künftig billiger wird beim Metro-Bau, hat Matwijenko angeordnet, die Stationen nicht mehr atomkriegssicher einzurichten. Dadurch könnten 30 Prozent der Kosten eingespart werden. „Wir brauchen keine Luftschutzbunker!“ hieß der kurze und knappe Kommentar des Stadtoberhauptes. Damit wendet sich auch Petersburg von einer Praxis ab, die international schon längst zu den Akten gelegt wurde. (sb/.rufo)
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