 |
|
| Schwierig, schwierig - Wladimir Putin kriegt in seiner Heimatstadt Petersburg immer wieder schlechte Ergebnisse. (Foto: TV) | |
Montag, 30.01.2012
Neueste Umfrage: Petersburg gibt Putin nur 34 Prozent
St. Petersburg. In seiner Heimatstadt kann Präsidentenkandidat Wladimir Putin möglicherweise eine herbe Schlappe erleiden. Zumindest deutet eine neue Umfrage darauf hin. Nur 34 Prozent der Wähler wollen für ihn stimmen.
|
|
Diese Zahl legte am vergangenen Wochenende die „Agentur für Sozialinformation“ (ASI) im Petersburger Internetportal Fontanka.ru vor.
Laut einer repräsentativen Umfrage würden sieben Prozent Gennadi Sjuganow wählen, sechs Prozent Michail Prochorow, jeweils fünf Wladimir Schirinowski und Sergej Mironow.
Allerdings haben sich über 40% der Befragten bisher noch auf keinen Kandidaten festgelegt. Das beschränkt die Aussagekraft der Umfrage.
Hoffnungslose Fälle Der derzeitige russische Premierminister wäre auch laut ASI natürlich trotzdem im Endeffekt der Sieger, aber eben erst im zweiten Wahlgang. Die Petersburger sind übrigens bekannt für ihre oppositionelle Einstellung – bei der Dumawahl am 4. Dezember fuhr die Putin-Partei "Einiges Russland" hier mit 32,5 Prozent eines der schlechtesten Ergebnisse im ganzen Land ein.
|
Auf die Frage „Mit wem verknüpfen Sie Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für das Land“ kommt der gebürtige Leningrader Wladimir Putin auch nicht besser weg. Nur für 24 Prozent gilt er als Hoffnungsträger (fünf Prozent weniger als noch im Dezember), die restlichen Kandidaten bekommen zwischen sechs und vier Prozent.
29 Prozent der Befragten gaben an, Verbesserungen könnten „alle außer Putin“ bringen; gar 32 Prozent finden alle Kandidaten hoffnungslos (vor einem Monat waren es noch 29 gewesen).
|
“Der kriegt niemals meine Stimme!“ In einer Stichwahl mit Prochorow käme Putin auf 48 Prozent, sein Konkurrent auf 15. In der Paarung Putin/Sjuganow entfielen 49 Prozent auf den Premier, 15 Prozent auf den Chef der KPRF. Etwas schlechter fiele das Ergebnis für Schirinowski (13 gegen 50) und für Mironow (12/49) aus.
|
Die Meinungsforscher wollten außerdem wissen, für wen die Petersburger unter keinen Umständen stimmen würden. Platz eins (18 Prozent) in diesem „Anti-Rating“ gebührt dem Populisten Schirinowski, aber auf Rang zwei folgt bereits Putin mit 16 Prozent.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>