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Schotten dicht: Der Flutschutzdamm vor St. Petersburg verhindert ein vom Sturm Christian herangeschobenes Hochwasser in der Stadt (Foto: vesti.ru)
Schotten dicht: Der Flutschutzdamm vor St. Petersburg verhindert ein vom Sturm Christian herangeschobenes Hochwasser in der Stadt (Foto: vesti.ru)
Dienstag, 29.10.2013

Norddeutscher Orkan erreicht Nordwesten Russlands

St. Petersburg. Hamburg und St. Petersburg verbindet nicht nur eine Städtepartnerschaft – sondern aktuell auch der Weg des Orkantiefs Christian: Am Dienstag sorgte der heftige Herbststurm dort für Hochwasser und Stromausfälle.

Von „Christian“ spricht in Russland allerdings trotz der bedrohlichen Wetterlage niemand: Die russischen Meteorologen haben die britische Benennung „St. Jude“ der Tiefdruckzone übernommen: Der „Heilige Judas“ war in der Nacht in Richtung Südschweden weitergezogen – und rückt nun im Laufe des heutigen Dienstags in den russischen Nordwesten ein.

Allerdings sollte der Sturm auf diesem Weg doch schon deutlich an Kraft verloren haben: Die Warnungen des Katastrophenschutzes für den Raum um St. Petersburg sprechen von Windböen mit bis zu 28 Meter pro Sekunde – sprich 100 km/h.

Flutbollwerk vor St. Petersburg macht dicht


Doch auch dies ist genug, um die Ostsee vor der Stadt aufzupeitschen und in die flache Newa-Bucht zu drücken: Gäbe es nicht seit wenigen Jahren den vollendeten Flutschutzdamm vor der Stadt, herrschte in St. Petersburg jetzt Sturmflut – es wäre das 310. Hochwasser in 310 Jahren der Stadtgeschichte gewesen.

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Um 9 Uhr am Morgen wurden die Flut- und die riesigen Durchfahrtstore des Bollwerks geschlossen. Der Pegel am Bergbauinstitut am Newa-Ufer stand um 13 Uhr nur 80 Zentimeter höher als normal. Doch draußen vor dem Damm ist der Wasserstand einen Meter höher. Die kritische Marke, ab der in der Stadt von Hochwasser gesprochen wird, liegt bei 160 Zentimeter.

Bis 19 Uhr soll die Flutbarriere noch geschlossen bleiben, heißt es. Solange ist der Schiffsverkehr von und zum Hafen auf der Höhe von Kronstadt blockiert.

Blackout auf dem flachen Land


Vom Sturm umgeworfene Bäume und Strommasten haben bereits die Elektrizitätsversorgung für zehntausende Menschen in den Gebieten Nowgorod, Pskow, in Karelien sowie im Leningrader Gebiet unterbrochen. Im Gebiet Pskow sind nach Angaben des Katastrophenschutzes heute 359 Ortschaften ohne Elektrizität, im Gebiet Nowgorod 113 und im Leningrader Gebiet 238. Betroffen sind in der Regel vor allem kleine Siedlungen, deren Stromversorgung traditionell sehr wetterempfindlich ist.
Von Todesopfern oder schweren Sturmschäden ist allerdings in Russland bisher nicht die Rede. In Westeuropa hatte der Sturm 14 Tote gefordert. In weiten Teilen Norddeutschlands ist seit gestern der Bahnverkehr stark behindert und örtlich nach wie vor ganz lahmgelegt.

Kaliningrad bekommt nichts ab


Am russischen Gebiet Kaliningrad zog der Sturm vorbei, ohne Schäden und Stromausfälle zu produzieren. In der Ostsee-Exklave findet deshalb heute wie geplant die dortige Etappe des olympischen Fackellaufes anlässlich der Winterspiele in Sotschi statt.

Lediglich auf den dabei geplanten Einsatz des Segelschulschiffes „Krusenstern“ wurde aus Wettergründen verzichtet.



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