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| Drei Jahre reifte das Denkmalschutzgesetz in den Tiefen des Smolny heran. (Foto: ld/.rufo) | |
Mittwoch, 12.11.2008
Petersburg bekommt endlich sein Denkmalschutzgesetz
St. Petersburg. Die Stadtregierung legt einen Gesetzesentwurf vor, der die Bautätigkeit in der denkmalgeschützten Innenstadt regeln soll. Geschützt werden ab jetzt nicht nur Gebäude, sondern auch städtische Räume.
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An dem heiß in der Öffentlichkeit diskutierten Papier wurde mehr als drei Jahre gearbeitet. Erstaunlich, aber wahr: Die auf der Welterbeliste der UNESCO stehende Stadt besitzt bis heute keine gesetzliche Regelung, welche Teile der Innenstadt schützenswert sind. Die bisherige Praxis basierte auf einer Anweisung von 1988 und war dementsprechend lückenhaft.
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Keine Neubauten in der Innenstadt mehr
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Die wichtigste Vorgabe des Gesetzes „Über die Schutzzonen“ ist zweifellos, jedwede Neubautätigkeit in der Vereinigten Schutzzone von St. Petersburg auszuschließen. Die bereits fertig gestellten Neubauten, die in den letzten Jahren immer wieder regen Bürgerprotest erregten, betrifft diese Regelung nicht.
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Auf jeden Fall hat Petersburg mit diesem Gesetzesentwurf die Chance, die weitere Verschandelung des Stadtbildes zu verhindern und zukünftigen Investoren ein abgestimmtes und logisches Regelwerk vorzulegen.
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Matwijenko macht eine Kehrtwende
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Bei der Erörterung des Gesetzentwurfs am Dienstag wurde deutlich, was sich schon länger angedeutet hatte: Gouverneurin Valentina Matwijenko entsagt ihrer eigenen rabiaten Baupolitik und stellt sich auf die Seite derer, die Petersburgs einzigartiges architektonisches Erbe retten wollen.
Zur Erinnerung: Es war Matwijenko, die zu Beginn ihrer Amtszeit mit einer Liste von „500 Baulücken“ im historischen Zentrum einen Bauboom auslöste, in dessen Folge viele Quartale durch unpassende moderne Bauten verschandelt wurden. Damit ist jetzt wohl endgültig Schluss.
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Drehen Investoren Petersburg den Rücken zu?
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Kritiker des Papiers wie der bekannte Denkmalschützer und Parlamentsangehörige Alexej Kowaljow sind allerdings der Meinung, es werde sich nicht viel ändern, weil die Schutzzonen im Vergleich zu 1988 um das Dreifache geschrumpft sind.
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Kritik kommt aber auch von der anderen Seite: Investoren könnten durch zu strenge Reglementierungen abgeschreckt werden, befürchten nach Informationen der Internetzeitung Fontanka.ru einige hohe Beamte im Smolny.
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Wie dem auch sei: Nach Meinung von Experten wird der Gesetzentwurf nun höchst- wahrscheinlich in Rekordzeit die Instanzen der Gesetzgebenden Versammlung durchlaufen und in allernächster Zeit in Kraft treten.
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