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| Trockener Boden und menschlicher Leichtsinn heizen die Brände in der Natur an (Foto: ld/rufo) | |
Dienstag, 15.08.2006
Petersburg bekommt Waldbrand-Qualm zu spüren
St. Petersburg. Der Qualm vom Wald- und Torfbränden in unmittelbarer Nähe der Stadt belastet die ohnehin schon stark verschmutzte Luft in Petersburg. Gefahr für Menschen oder Gebäude besteht aber bislang nicht.
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Der heiße und vor allem trockene Sommer hat das Umland Petersburgs geradezu ausgetrocknet. Das Resultat waren in den letzten Tagen über 25 Brandherde innerhalb des Verwaltungsgebietes der Stadt St. Petersburg sowie 22 Waldbrände im umliegenden Leningrader Gebiet. Der größte Brand tobt im Sperrgebiet unmittelbar an der Grenze zu Finnland.
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Während in der letzten Woche der Wind meist aus Osten kam und den beißenden Qualm auf die Ostsee und zu den deshalb zunehmend beunruhigten Nachbarn in Finnland und Estland blies, meint es der Wind inzwischen nicht mehr so gut mit der Newa-Metropole: Am Sonntag und Montag war der Brandgeruch auch deutlich im Petersburger Stadtzentrum wahrnehmbar.
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Der Qualm hängt nun auch über der Stadt
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Besonders belastet sind die großen Wohnviertel im Nordwesten der Stadt, wo sich Brände in den unmittelbar angrenzenden Waldgebieten wie etwa dem Juntolowo-Naturpark festgefressen haben.
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Wie die Zeitung „Newskoje Wremja“ heute berichtet, sind Waldbrände schwierig zu löschen, Torfbrände jedoch gar nicht. Der Torf werde bis in den Winter hinein unterirdisch vor sich hin glühen – und von Zeit zu Zeit schlagen die Flammen dann auch auf der Oberfläche aus.
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Gelöscht wird auch aus der Luft
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Zur Eindämmung der am schwersten zugänglichen Brände sind inzwischen auch zwei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge im Einsatz – darunter das hochmoderne Amphibium Be-200, das ohne zu landen auf dem Finnischen Meerbusen Wasser aufnimmt, während es über die Meeresoberfläche gleitet. Innerhalb von zwei Tagen warf diese Luftflotte 1676 Tonnen Wasser ab, meldet die Stadtverwaltung.
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Nach Angaben von heute morgen gibt es jetzt auf dem Stadtgebiet noch sieben Brandherde – unter anderem bei Lewaschewo im Norden, Kolpino im Südosten oder unweit des Lenin-Museums „Schalasch“ am Rasliw-See im Westen der Stadt. Sie alle sollen aber keine Gefahr für Gebäude, Straßen oder Leitungen darstellen, so die Behörden.
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Zündeln im Wald meistens der Auslöser
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Ursache der Waldbrände ist aber bei weitem nicht das Wetter allein: Experten sind sich einig, dass die meisten Feuer auf menschliches Fehlverhalten in der Natur zurückgehen: Lagerfeuer, Schaschlik-Grills oder auch nur weggeworfene Zigarettenkippen bei einem Picknick stehen oft am Ausgangspunkt einer solchen Notlage.
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“Wenn es schwere Strafen gäbe, wäre das zu vermeiden. Drei Monate Gefängnis – und man hätte gleich eine Wirkung“, so Andrej Gosudarew, der Vorsitzende einer Waldbrandverhütungs-Stiftung des Leningrader Gebietes. Seine finnischen Kollegen seien höchst erstaunt gewesen, als sie erfuhren, dass es in Russland keine scharfen Strafen für das Feuermachen in Waldgebieten gebe, erzählte Gosudarew der „Newskoje Wremja“.
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(ld/.rufo)
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