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Montag, 20.05.2002
Petersburg: Bush und Putin kommen gratulieren
St. Petersburg (rUFO/sb) Am nächsten Wochenende feiert Petersburg mit mehreren Festveranstaltungen und Konzerten im historischen Zentrum seinen 299. Geburtstag. Statt der erwarteten „Generalprobe“ für die große Jubiläumsfeier im nächsten Jahr wird die Show aber nur bescheidene Ausmaße annehmen. Ein Problem könnte allerdings entstehen, wenn der für Sonntag geplante Karnavalsumzug über den Newski Prospekt dem zeitgleich stattfindenden Besuch von Bush und Putin in die Quere kommt.
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Der eigentliche Gründungstag von Petersburg ist der 27. Mai. Der fällt in diesem Jahr jedoch ungünstigerweise auf einen Montag. Deshalb werden die Feiern auf das vorhergehende Wochenende vorverlegt. Das Programm sieht u.a. folgendes vor:
Am Samstag, dem 25. Mai, ziehen ab 12 Uhr Militär-Blasorchester über den Newski, zur selben Zeit werden am „Ehernen Reiter“, dem Reiterdenkmal für den Stadtgründer Peter I. auf dem Dekabristenplatz, Blumen niedergelegt. Um 14 Uhr beginnt auf dem Schlossplatz das traditionelle Geburtstagskonzert, das sich bis in den späten Abend hinzieht. Ebenfalls traditionell ist das Feuerwerk um 23 Uhr an der Newa.
Etwas Neues verspricht der als „Phantasien der Weißen Nächte“ betitelte Bühnenzauber auf der Strelka auf der Wassili-Insel, der um ca. 20 Uhr starten soll. Ein sechs mal sechs Meter großer Bildschirm wird Video-Installationen zeigen. Zum Schluß soll sich dieser Schirm in eine „virtuelle Uhr“ verwandeln, die den Beginn des letzten Jahres vor dem runden Geburtstag im nächsten Jahr verkündet. Einzelheiten halten die Organisatoren geheim, um der Spannung keinen Abbruch zu tun.
Sonntag um 13 Uhr beginnt dann der große Karnavalsumzug über den Newski Prospekt. Außer den Autofahrern, denen es schon jetzt vor den vielen Sperrungen und Staus an den beiden Festtagen graut, könnten auch die an diesem Wochenende in Petersburg weilenden Präsidenten Bush und Putin zu Opfern der Festivitäten werden. Oder (was wahrscheinlicher ist) umgekehrt – den Petersburgern wird ihre Feiertagslaune verdorben, wenn sich die Marschrouten von Festumzug und Präsidenteneskorte irgendwo überschneiden sollten. Denn den Kürzeren zieht in diesem Falle garantiert das Volksfest.
Man sollte eben nicht feiern, bevor der Geburtstag überhaupt angefangen hat. Hätte man die Festlichkeiten von vornherein auf das erste Juniwochenende gelegt, wäre das Kind schon 299, und die Gäste müssten nicht mit Staatsbesuchern ersten Ranges um den begehrten innerstädtischen Raum kämpfen.
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