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Hier war die Scientology in St. Petersburg besonders aktiv: Metrostation Pl. Wosstanija. Foto: Lothar Deeg/rufo
Hier war die Scientology in St. Petersburg besonders aktiv: Metrostation Pl. Wosstanija. Foto: Lothar Deeg/rufo
Donnerstag, 22.11.2007

Petersburg erklärt Scientology-Zentrum für illegal

St. Petersburg. Der Oberste Gerichtshof Russlands hat ein Urteil des Petersburger Stadtgerichts vom Sommer bekräftigt, womit die Scientology-Organisation in Petersburg ab sofort verboten ist.

Damit ist St. Petersburg die dritte Region Russlands, in der die als Sekte eingestuften Scientologen offiziell ihre Tätigkeit einstellen müssen. Das Verbot gilt neben Petersburg in Baschkortostan und im Gebiet Chabarowsk.

Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass die Anhänger von Scientology ihre rege Tätigkeit einstellen werden. Wie die Erfahrung in den beiden anderen Regionen zeigt, gehen sie in den Untergrund und wirken von dort weiter.

Zahlreiche Verstöße gegen das Gesetz führen zum Verbot

Das Petersburger Scientology-Zentrum existierte seit den 1990er Jahren und residierte in einem respektablen Gebäude im Stadtzentrum unweit des Newski Prospekts. Ihre Propagandaarbeit betrieb die sich als religiöse Vereinigung verstehende Organisation an den stark frequentierten Metrostationen „Pl. Wosstanija“ und „Ligowski Prospekt“.

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• Sekte will Terroropfer von Beslan auferwecken (17.01.2005)
• Scientology-Mitarbeiter aus Beslan ausgewiesen (25.10.2004)
• Falsche Propheten auf dem Vormarsch (06.11.2003)
Die russischen Gesetzeshüter waren seit Jahren damit beschäftigt, der Sekte illegale Machenschaften nachzuweisen. So wurde ihr vorgeworfen, in ihrem Zentrum kostenpflichtige Kurse abzuhalten und medizinische Hilfe zu erweisen, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen.

Die in der Scientology-Praxis verbreitete Technik des „Auditing“ stuften die Rechtsschützer als „unqualifizierte Einmischung in die Sphäre des Bewusstseins des Menschen“ ein.

Im Dezember 2003 erfolgte die vorübergehende Schließung des Zentrums. Als die Sekte ihre Aktivitäten dennoch weiterführte, wandte sich das Justizministerium an die Staatsanwaltschaft und reichte Klage ein. Ein jahrelanges Tauziehen führte schließlich zum gestern erfolgten Urteil.

(sb/.rufo/St. Petersburg)


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Die zwei Türme: Die goldene Kuppel der Isaaks-Kathedrale und die Nadel der Admiralität markieren weithin sichtbar das Petersburger Stadtzentrum. (foto: ld/rufo)

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