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| Willkommen in St. Petersburg! Foto: Deeg | |
Freitag, 03.10.2003
Petersburg erwartet Touristen-Boom – dank Putin
St. Petersburg. 5,1 Millionen in- und ausländische Touristen erwartet die Reisebranche bereits im Jahre 2004 in St. Petersburg. Das wären 15 bis 20 Prozent mehr als im letzten Jahr. Anlass für den Optimismus ist die ungeheure internationale Resonanz, die Präsident Wladimir Putin mit seinem Gipfel zum Stadtjubiläum Ende Mai dieses Jahres ausgelöst hat. Bevor die Reisebüros der Nördlichen Hauptstadt die Früchte der Putinschen PR-Aktion jedoch genießen können, muss Petersburg eine Reihe ernster infrastruktureller Probleme lösen.
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Gegenüber der lokalen Tageszeitung „Smena“ erklärte ein hochrangiger Vertreter des Russischen Tourismus-Vereins, im Gegensatz zur üblichen Praxis würde der Touristenstrom nach Petersburg in diesem Jahr auch im Oktober noch anhalten. Alle, die im Mai aus Angst, keinen Hotelplatz zu bekommen, von einer Reise an die Newa abgesehen hätten, würden dies nun nachholen.
Im nächsten Jahr würden die Besucherzahlen dann noch weiter ansteigen, weil Präsident Putins Dutzende von Staatsgästen in ihren Heimatländern ordentlich Werbung für Petersburg gemacht hätten. Der daraus erwachsende Impuls sei noch größer als die weltweit herrschende Neugier auf die rechtzeitig zum Jubiläum renovierte Stadt.
Die „Smena“ kommentiert die hochfliegenden Erwartungen äußerst nüchtern: Solange die Infrastruktur und der Service nicht besser würden, könne von einem Touristen-Boom nur geträumt werden. 90 Prozent der ausländischen Gäste besucht Petersburg nur einmal im Leben, und während der Durchschnittstourist in anderen Metropolen 300 bis 500 Dollar ausgibt, lässt er hier nur 100 zurück.
Ein brennendes Problem sind nach wie vor die fehlenden Mittelklassehotels, die Hauptstütze des Tourismus in aller Welt. Etwa einhundert solcher Herbergen sind im Bau und geplant, aber vor 2005 werden sie nicht fertig sein. Experten sind denn auch der Meinung, die Stadtregierung müsse die Inbetriebnahme der Drei-Sterne-Hotels forcieren. Bevor Petersburg wieder aus der Mode kommt und die Touristenströme in andere Himmelsrichtungen davonlaufen. (sb/.rufo)
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