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An Rohstoff-Nachschub für die griechische Müllschluck-Fabrik in Petersburg sollte es nicht fehlen (Foto: ld/.rufo)
An Rohstoff-Nachschub für die griechische Müllschluck-Fabrik in Petersburg sollte es nicht fehlen (Foto: ld/.rufo)
Dienstag, 17.05.2011

Petersburg garantiert Investor Müll für 30 Jahre

St. Petersburg. Die Stadtverwaltung hat mit einem griechischen Konsortium einen Vertrag über eine 300 Mio. Euro teure Müllverarbeitungs-Anlage geschlossen. Die Stadt verpflichtet sich, genug Abfall zu liefern.

Im Mai 2015 soll die Anlage in Janino östlich der Stadt in Betrieb gehen. Die Stadt verpflichtet sich in den gestern unterzeichneten Vertrag mit dem griechischen Konsortium Helector S.A./Aktor S.A. lediglich, dem Werk jährlich 350.000 Tonnen Abfall zu liefern.

Dies ist nur ein Fünftel des in der Stadt anfallenden Abfalls – weshalb Gouverneurin Valentina Matwijenko bei der Vertragsunterzeichnung erklärte, dass die Stadt in Zukunft noch mindestens vier weitere solcher Werke errichten will.

Abfall wird recycelt - und zu Energie


Das Konsortium aus Griechenland will in dem Werk den eingehenden Müll zunächst sortieren, wobei 20 Prozent wieder verwertbare Rohstoffe wie Plastik und Papier ausgesondert werden sollen. Aus dem Rest soll Treibstoff im Umfang von 30 Prozent der Müllmenge gewonnen werden. Was danach als „unverdaulicher Rest“ übrig bleibt, soll auf Deponien geschafft werden.

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Die Baukosten der Müllverarbeitungsfabrik betragen nach Angaben des Investors 220 Mio. Euro. Weitere 80 Mio. Euro müssen für die Finanzierung der nötigen Kredite aufgewandt werden. Durch ihre auf 30 Jahre befristete Mülllieferzusage garantiert die Stadt dem Werk einen profitablen Betrieb. Nach dieser Frist geht die Anlage in das Eigentum der Stadt. St. Petersburg über.

Noch sucht sich der Müll den billigsten Weg


Das günstig erscheinende Geschäft für die Stadt hat allerdings einen Haken, der gesetzgeberisch noch aus der Welt geschafft werden muss: Gegenwärtig kann die öffentliche Hand Privatunternehmen nicht ihre Geschäftspraxis vorschreiben.

Deshalb entsorgen die im Auftrag der Wohnungsverwaltungen tätigen Mülltransporteure ihre Fracht momentan lieber auf Deponien als bei den beiden schon in der Stadt vorhandenen Müllverbrennungsanlagen, erklärte vor einer Woche Wsewolod Chmyrow, Vizevorsitzender des städtischen Infrastruktur-Komitees. Denn das ist schlichtweg billiger.

Zwei ähnliche Anlagen nicht ausgelastet


Die Folge dieses juristischen Problems ist, dass ein mit der gleichen Verarbeitungskapazität ausgestattetes Werk an der Wolchonsker Chaussee nur zu 40 Prozent ausgelastet ist.

Ein weiteres neu errichtetes und privat finanziertes Müll-Werk mit 100.000 Tonnen Kapazität in Obuchowo ist seit dem Jahreswechsel einsatzbereit – und hat seitdem „nicht ein Gramm Müll verarbeitet“, so Chmyrow.



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Drahdilaberl 24.05.2011 - 15:31

Da muss schleunigst eine Gesetzesanpassung her...

Wenn schon die Anlagen existieren, dann soll Müll auch auf dem bestmöglich existierenden Weg verarbeitet werden, auch wenn das bedeutet, dass man Regelungen in den freien Markt einführt. In dem Fall ist das aber ausschließlich positiv - bevor man in 20 Jahren die jetzt angefüllten Deponien für viel Geld wieder aufmachen und den Müll entsprechend behandeln lässt.


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