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| Vor der Petersburger Moschee wurden vor wenigen Jahren noch Hammel geschlachtet. Bald könnte dies gesetzlich verboten werden. (Foto: Deeg/.rufo) | |
Donnerstag, 03.12.2009
Petersburg: Islamisches Opferfest scheidet die Geister
St. Petersburg. Die rituelle Schlachtung von Schafen beim islamischen Opferfest Kurban Bayrami an öffentlichen Plätzen in der Innenstadt soll verboten werden. Eine entsprechende Anfrage ergeht an Petersburgs Gouverneurin.
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Am Mittwoch hatte die Gesetzgebende Versammlung (das Petersburger Stadtparlament) eine ungewöhnliche Frage auf der Tagesordnung. Der Abgeordnete Oleg Nilow von der Partei „Gerechtes Russland“ verlangte eine Abstimmung über das Verbot von rituellen Schlachtungen an öffentlichen Plätzen der Stadt.
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Anlass waren Briefe von empörten Petersburger Bürgern, die auf dem Apraxin-Markt mitten in der Innenstadt unfreiwillig zusehen mussten, wie anlässlich des beginnenden islamischen Opferfestes Kurban Bayrami am 27. November Schafe geschlachtet wurden.
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Ein Affront gegen russische Traditionen und Bräuche Nilow sieht darin eine Verletzung „der Hauptbevölkerung einer russischen Stadt“ und: „Für die Mehrheit der Petersburger Bevölkerung ist solch eine Situation völlig schockierend“, meint der Deputat. Es müsse eine Rechtsbasis her, die rituelle Schlachtungen verbiete, so wie es zum Beispiel in Moskau bereits der Fall sei.
Nilows Meinung teilten allerdings nicht alle Kollegen im Parlament, von denen ein Teil zu mehr Toleranz aufrief. Die Anfrage an Frau Matwijenko wurde dennoch mit Stimmenmehrheit beschlossen.
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Gegen das Töten von Tieren in der Öffentlichkeit Obwohl das Argument eines Abgeordneten, es sei „nicht Valentina Matwijenkos Sache, Schafsköpfe zu zählen“, rechtlich durchaus richtig ist, könnte es bald zu einer entsprechenden Gesetzesänderung kommen. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist bereits in Arbeit, schreibt die Zeitung „Kommersant“.
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Dabei geht es um die „Verhängung von sehr hohen Strafen für das Töten von Tieren jeder Art auf den Straßen von St. Petersburg“. Die „islamische Komponente“ ist also nur ein Teil eines grundsätzlich existierenden Problems.
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