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| Die Gedenkplätze auf den Höhen von Sinjawino werden nicht angerührt. Foto: newsru.com | |
Freitag, 23.01.2009
Petersburg: Keine Müllhalde auf den Sinjawino-Höhen
St. Petersburg. Die Petersburger Stadtregierung sieht von ihren Plänen ab, auf den im Zweiten Weltkrieg hart umkämpften Sinjawino-Höhen im Leningrader Gebiet eine Müllhalde und Müllverbrennungsanlage anzulegen.
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Kurz vor den Feiern zum 65. Jahrestag der Aufhebung der Belagerung kam es in der Newa-Metropole zu einem handfesten Skandal. Es wurde bekannt, dass auf den Höhen von Sinjawino, wo während der Blockade erbitterte Kämpfe stattfanden und immer noch die Gebeine vermisster Soldaten gefunden werden, eine Müllhalde und Müllverbrennungsanlage entstehen sollte.
Die Pläne stammen aus dem Jahre 2005, sind also nicht neu, kamen aber erst jetzt an die Öffentlichkeit. Sofort erhob sich ein Sturm des Protestes – Kriegsveteranen, Historiker und Parlamentarier forderten den Smolny auf, von dieser Idee Abstand zu nehmen.
Leningrader Gebiet sucht neues Gelände
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Angesichts der groß angelegten Gedenkfeiern zur Aufhebung der Belagerung in der kommenden Woche klingt die Idee tatsächlich makaber: Auf den Sinjawino-Höhen werden bis heute Überreste der damaligen Kämpfer der Roten Armee gefunden. Eine Müllhalde auf deren Knochen wäre eine Ohrfeige für das Gedenken an die Kriegsopfer – so empfinden es viele Petersburger.
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Aber genauso offensichtlich ist auch, dass die Megapolis Petersburg dringend eine neue Müllkippe benötigt. Die Führung des Leningrader Gebiets, auf dessen Territorium die Stadt ihren Müll lagern und verarbeiten will, macht sich deshalb jetzt auf die Suche nach einem anderen Standort.
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