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| Mariinski-Palast | |
Freitag, 06.12.2002
Petersburg schreitet zur Wahl
St. Petersburg. Am Sonntag wählen die Petersburger ihr Stadtparlament, die „Gesetzgebende Versammlung“. Im Vorfeld der Wahlen schlugen die Wellen hoch, als sich mehrere der beteiligten Parteien gegenseitig der Manipulation beschuldigten und das Stadtgericht mit einer Welle von Forderungen nach Absetzung des einen oder anderen Kandidaten überfluteten. Heute kehrt an der Wahlfront Ruhe ein – bis zum Urnengang ist jede Art der Agitation verboten.
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Dafür geht jetzt das Zittern los, ob sich am Sonntag auch mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten zum Abstimmen aufraffen können. Die Petersburger haben nämlich bis dato keine große Neigung gezeigt, ihre so leidenschaftlich umkämpfte Stimme abzugeben.
Die aktuellen Mitglieder des Stadtparlaments stellen sich allesamt, bis auf eine Ausnahme, erneut zur Wahl. Die „Union Rechter Kräfte“ und „Jabloko“ bilden eine Wahlallianz; gemeinsam mit dem „Einigen Russland“ und der regionalen Bewegung „Der Wille Petersburgs“ einigten sie sich im Vorfeld der Wahlen darauf, eine Liste von 33 präsidentenfreundlich ausgerichteten Kandidaten gemeinsam zu unterstützen.
Ihnen steht die inoffiziell als „Partei der dritten Amtszeit“ betitelte Mannschaft um Gouverneur Wladimir Jakowlew gegenüber. Soll heißen diejenigen, die sich für das Recht des amtierenden Stadtoberhaupts einsetzen, sich 2004 ein drittes Mal der Wahl zum ersten Mann im Smolny zu stellen.
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Diese beiden Blöcke sind es dann auch, die sich gegenseitig „schmutzige Technologien“ wie Stimmenkauf und Verleumdung vorwerfen. Marina Sacharnowa, die Sekretärin der städtischen Wahlkommission, brachte die triste und ungute Atmosphäre am Vorabend der Petersburger Wahl auf den Punkt:„ Der Wahlkampf erinnert mich an das Wetter in Piter, das ist genauso regnerisch und traurig.“ Kein Wunder, dass die Einwohner keine große Lust verspüren, den Gang zur Urne anzutreten.
(sb/rUFO)
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