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| Ein lauschiges Plätzchen mitten in der Innenstadt: der Sommergarten (foto: ld/.rufo) | |
Mittwoch, 02.04.2008
Petersburg: Sommergarten für drei Jahre im „Remont“
St. Petersburg. Diese Saison ist vorerst einmal die letzte, in der die Petersburger und ihre Gäste die „Mutter aller Parks“, den Sommergarten, genießen können. Er wird bis 2011 zur General-Sanierung geschlossen.
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Die Entscheidung, den einst von Zar Peter dem Großen selbst angelegten Park in der Innenstadt zu schließen, ist jetzt endgültig gefallen. Wie der russische Kulturagentur-Chef Michail Schwydkoi heute erklärte, wird der Sommergarten ab Herbst dieses Jahres bis 2011 für Besucher nicht mehr zugänglich sein.
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| Zeitsprung: Rentnerinnen tanzen zu Bigband-Klängen im Sommergarten (foto: ld/.rufo) |
Letzte Chance auf einen klassischen Spaziergang Wer also seine Eindrücke von den schattigen, von italienischen Skulpturen flankierten Alleen, dem dezenten Sommerpalast (Petersburgs ältestes Zarenschloss) oder dem von einem Militärorchester beschallten Freiluft-Rentnertanz an Sonntagnachmittagen noch einmal auffrischen möchte, sollte in diesem Sommer dem Park noch einmal einen Besuch abstatten.
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Die Renovierungsarbeiten in der Parkanlage werden sogar noch länger andauern – bis 2013, wenn geschichtsbeflissene Russen das 400. Jubiläum der Thronbesteigung der Romanow-Zarendynastie feiern werden.
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Aus Neu mach Alt In dieser Zeit will man in dem auf allen vier Seiten von Kanälen und der Newa umgebenen alten Park archäologische Arbeiten vornehmen, alle 92 Marmorfiguren restaurieren, eine historische Orangerie wieder herstellen und zahlreiche Fontänen rekonstruieren. Auch soll ein altes Element der klassischen Gartenarchitektur in den Park zurückkehren: Ein Labyrinth aus Hecken.
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Wladimir Gusew, der Direktor des Russischen Museums, dem der Sommergarten untersteht, bezeichnete die Park-Sanierung als äußerst kompliziertes Projekt, vor dem man sich 60 Jahre lang gedrückt habe. Die Finanzierung der Arbeiten durch den Staat sei jetzt definitiv zugesagt. Urspünglich hatte das Museum den Park schon 2005 schließen wollen - doch die damals veranschlagten 10 Mio. Euro Kosten waren nicht so schnell aufzutreiben.
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Plastiken fallen von allein auseinander Der traditionsreiche Sommergarten hatte in diesem Winter „selbst“ auf seine Renovierungsbedürftigkeit hingewiesen: Eine riesige Granitvase, die seit 169 Jahren am Nordeingang des Parks stand, brach ohne Fremdeinwirkung einfach auseinander.
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Schuld war offenbar gefrierendes Wasser, das in Risse eingedrungen war und das Gefäß sprengte.
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