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| Petersburg erwartet, wie hier in Zarskoje Selo, für 2006 großen Besucherandrang. Foto: fontanka.ru | |
Freitag, 21.04.2006
Petersburg sucht Schutzengel für Touristen
St. Petersburg. Nicht mehr lange, und in Petersburg beginnen die Weißen Nächte. Was zugleich ein Synonym ist für die touristische Hochsaison. In der Stadt werden 2006 bis zu 3,5 Mio. ausländische Gäste erwartet.
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Nach dem Stadtjubiläum von 2003 hatte sich Petersburg durch sein aufpoliertes Image ein kräftiges Anwachsen der Besucherzahlen erhofft. Die letzten beiden Jahre waren dann aber eine herbe Enttäuschung – 2004 stagnierten die Zahlen, 2005 kamen mit 2,9 Millionen Touristen gar 20 Prozent weniger als im Vorjahr.
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Beslan und Rechtsradikalismus
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Es gibt objektive Gründe für den Besucherrückgang an der Newa. Die Geiselnahme von Beslan im September 2004 schreckte viele potentielle Russlandbesucher von einer Reise ab. Dazu kommt ein überteuerter Service vor Ort, den sich viele ausländische Touristen nicht mehr leisten können.
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Nach Angaben der Petersburger Stadtregierung ist für 2006 die Aufnahme von 3,5 Millionen Gästen aus dem Ausland geplant. Es ist jedoch zumindest zweifelhaft, ob dies gelingen wird. Die sich häufenden rechtsradikalen Übergriffe auf ausländische Studenten (bis hin zum Mord) machen der Stadt keine gute Werbung.
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Aktion „Sichere Stadt“
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Die Petersburger Tourismusbehörde will den Gästen den Aufenthalt durch ein „Sichere Stadt“ betiteltes Programm schmackhaft machen. Unter anderem soll ein „Dienst von Engeln“ eingerichtete werden, der ausländischen Touristen helfen soll sich zurechtzufinden sowie Tipps für Einkauf und Verpflegung gibt.
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Die „Engel“ werden hauptsächlich von Studenten gemimt, die an ihrer einheitlichen Kleidung zu erkennen sein sollen. Außerdem sollen in der Innenstadt Informationssäulen aufgestellt werden, die u. a. Alarmknöpfe enthalten, mit deren Hilfe im Notfall die Miliz gerufen werden kann.
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Der G8-Gipfel als Störfaktor
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Ein weiterer Hinderungsgrund für den freien Touristenfluss nach St. Petersburg ist der für Mitte Juli geplante Gipfel der G8-Staaten. Für drei Tage werden die Flughäfen und der Passagierhafen geschlossen und die Fortbewegungsfreiheit in der Stadt stark eingeschränkt sein.
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Die Tourismusbehörde erhofft sich durch den Gipfel aber auch einen „zusätzlichen Impuls für das Interesse an Petersburg in der Welt“. (sb/.rufo)
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