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| Das Petersburger Protestpotential schießt sich langsam auf Putin und die Wahl im März 2012 ein. (Foto: fontanka.ru) | |
Montag, 19.12.2011
Petersburg: wieder tausende Menschen auf Protestdemo
St. Petersburg. Am Samstag haben sich auf dem Pionierplatz in der Petersburger Innenstadt unter der Losung „Für ehrliche Wahlen!“ erneut mehrere tausend Menschen eingefunden. Die Aktion war friedlich und soll am 24.12. weitergehen.
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Nach Angaben der Veranstalter waren 10.000 Menschen gekommen; die Polizei spricht von 4.000 Teilnehmern.
Wie schon in der Woche davor, hatten sich am Samstagnachmittag neben „einfachen Bürgern“ Anhänger des gesamten Oppositionsspektrums von ultralinks bis ultrarechts eingefunden. Doch im Unterschied zur ersten Kundgebung wurden die Vertreter der KPRF, des „Gerechten Russland“ und von „Jabloko“ mit Pfiffen empfangen.
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Die Erklärung ist einfach: Obwohl sie gegen den Ausgang der Duma- und Stadtparlaments-Wahl vom 4. Dezember protestieren und die Annullierung ihrer Ergebnisse fordern, haben sie in der letzten Woche doch ihre Mandate entgegengenommen und sich damit in den Augen der Protestierenden diskreditiert.
Das ohne Einmischung der Polizei abgehaltene Meeting ging mit ähnlichen Forderungen wie in der Woche zuvor zu Ende: In einer Resolution ist unter anderem die Rede von einer Neuauszählung der Stimmen bei der Duma-Wahl, der Freilassung von politischen Gefangenen und der gerichtlichen Belangung von Wahlfälschern.
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“Wir lassen Putin nicht in den Kreml!“ Die Demonstranten wissen natürlich, dass ihre Forderung nach Annullierung der Wahlergebnisse vom 4. Dezember völlig unrealistisch ist. Deshalb tauchen inzwischen Losungen wie „Wir lassen Putin nicht in den Kreml!“ auf, die die Protestierenden auf kommende Aufgaben einschwören.
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Das nächste Meeting ist für den 24. Dezember geplant. Die Protestgemeinde visiert dann den Smolny, den Sitz der Petersburger Stadtregierung, an – „damit die Mächtigen uns hören“, wie es am Samstag hieß. Am liebsten würden sie sich allerdings auf dem Schlossplatz versammeln, aber das wird kaum genehmigt werden.
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