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| Um das Loch in Lenins Hinterteil wird in Petersburg heftig gestritten. (Foto: Fontanka.ru) | |
Mittwoch, 21.10.2009
Petersburger Kommunisten streiten für kaputten Lenin
St. Petersburg. Bis zum 1. November soll das lädierte Lenin-Denkmal vor dem Finnländischen Bahnhof zur Restauration in eine Werkstatt. Ein Teil der Petersburger Kommunisten ist dagegen und will zur Not auf die Barrikaden.
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Die Restaurierung des Denkmals, das am 1. April mit einem Sprengsatz stark beschädigt worden war (Russland-Aktuell berichtete), soll laut Plänen des Museums für Stadtskulptur bis zum Frühjahr über die Bühne sein. Rechtzeitig zum 140. Geburtstag des Sowjetführers am 22. April 2010 wird es wieder seinen angestammten Platz einnehmen.
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Eine Glaubensfrage Doch genau das glauben die „Kommunisten Petersburgs und des Leningrader Gebiets“ nicht. Sie fürchten, die Stadt wolle das Monument sang- und klanglos verschwinden lassen, um die Erinnerung an die Sowjetzeit aus dem Gedächtnis der Bürger zu tilgen.
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Das zum einen. Zum anderen gefällt ihnen nicht, dass die Demontage in der Nacht des 28. oder 29. Oktobers vorgenommen werden soll. Am Geburtstag der Leninschen Jugendorganisation Konsomol eben – ein Affront, eine Beleidigung!
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Messer im Rücken Bei den Mitgliedern der Kommunistischen Partei KPRF stößt das Meckern der orthodoxen Kollegen auf Unverständnis. „Die Gouverneurin hat uns versprochen, dass der Lenin wieder an seinen alten Platz kommt; wir haben keinen Grund, ihr nicht zu glauben“, kommentiert Wladimir Dmitrijew, Führer der KPRF-Fraktion im Stadtparlament, die Situation.
Die Kommunisten Petersburgs sehen das anders. „Wir sehen darin einen Schlag in den Rücken aller Kommunisten“, sagt ihr Chef Wladimir Malinkowitsch. Wenn nötig, würde seine Organisation Volkswehren aufstellen, um das Denkmal vor der Demontage zu bewahren.
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In der Werkstatt billiger Der Lenin mit dem kaputten Hinterteil solle an Ort und Stelle wiederhergestellt werden. Doch genau das lehnt das Museum für Stadtskulptur ab. Eine derartige Restauration würde fünf Millionen Rubel teurer kommen als ein Werkstatt-Aufenthalt.
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Die Arbeiten in der Werkstatt werden auf acht Millionen Rubel angesetzt (rund 180.000 Euro), und die sind laut Gouverneurin Matwijenko im Haushaltsplan festgeschrieben. Einen Zweifel, dass Lenin wieder vor dem Finnländischen Bahnhof zu stehen kommt, könne es überhaupt nicht geben.
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Matwijenko hatte sich im April empört über das Attentat geäußert und verlangt, die Schuldigen zu finden und zur Verantwortung zu ziehen. Bekannt hatte sich eine ominöse Gruppe namens „Salessker fliegende Kampftruppe“. Die Ermittlungen sind bisher aber noch zu keinem konkreten Erfolg gekommen.
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