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| Noble Immobilie mit unverbaubarem Newa-Blick: Das Stieglitz-Palais am Englischen Ufer (Foto: ld/.rufo) | |
Dienstag, 21.10.2008
Petersburger Stadtmuseum erhält neue noble Filiale
St. Petersburg. Das seit über zehn Jahren leer stehende Stieglitz-Palais wird an das „Museum der Geschichte St. Petersburgs“ übergeben. Das Stadtmuseum könnte darin eine Ausstellung zur Alltagskultur einrichten.
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Das prächtige Palais mit der Hausnummer 68 am Englischen Ufer der Newa hatte bislang kein Glück mit vorgeblichen Investoren: Sowohl der Ölkonzern Lukoil, der 1998 den Bau für 49 Jahre pachtete wie auch Sintes-Petroleum, die 2006 sich für das Gebäude interessierten, waren bereit, die auf 30 Mio. Dollar taxierte Generalsanierung des Prachtbaus zu übernehmen.
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Besitzstreit zwischen Petersburg und dem Kreml Grund dafür war neben den Kosten auch immer die ungeklärte Eigentumsfrage: Stadt und Staat konnten sich bei diesem wie 160 anderen historisch wertvollen Gebäuden in St. Petersburg bisher nicht darüber verständigen, wem sie eigentlich gehören.
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Mit der Übergabe an eine städtische Einrichtung verschafft sich die Stadtverwaltung dabei ein Argument zu ihren Gunsten – sofern das Gebäude dann auch entsprechend genutzt wird.
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Museale Nutzung in Richtung Alltagskultur In dem von den Architekten Krakau und später Mesmacher im 19. Jahrhundert errichteten Palais gibt es 10.000 Quadratmeter Innenräume, ein Viertel davon mit historisch wertvollem Interieur. Nach den Worten des städtischen Kultur-Komitee-Chefs Anton Gubankow soll hier jetzt voraussichtlich ein Heimatmuseum zur Petersburger Alltagskultur (vom Adelspalast zur Sowjet-Kommunalka) sowie eine Ausstellung zur Architektur- und Baugeschichte der Stadt eingerichtet werden.
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Um den Bau allerdings in ein modernes und maximal effektives Museumszentrum umzugestalten, müssten 50-60 Mio. Dollar investiert werden. Dies dürfte auch eine Umgestaltung zweier Innenhöfe zu Atrien einschließen.
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Das Petersburger Geschichts-Museum ist in erster Linie für die museale Nutzung und Betreuung der Peter-Pauls-Festung und der dort befindlichen Ausstellungsflächen zuständig.
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Zu den weiteren sieben Filialen gehört auch eine am Englischen Ufer: In der Rumjanzew-Villa (Hausnummer 44) gibt es u.a. Ausstellungen über die NEP-Zeit sowie über das Alltagsleben während der Blockade im Zweiten Weltkrieg
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