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| Fähren, wie hier in Rostock, sind in St. Petersburg bislang Fehlanzeige. Schuld ist die Politik (Foto: Ballin/.rufo) | |
Montag, 07.07.2008
Politik verdirbt Petersburg Rückkehr zum Fährverkehr
St. Petersburg. Das Thema ist nicht neu: Fährschifftouristen sollen sich 72 Stunden ohne Visum im Land aufhalten können. Die Duma berät den Entwurf nun aber erst im Herbst. Ein herber Schlag für den Tourismus.
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In Petersburg soll es endlich wieder eine normale Fährverbindung über die Ostsee geben. Drei Jahre schon muss die an Newa und Ostsee gelegene „Meereshauptstadt“ Russlands ohne die für eine Hafenstadt dieser Größe normalste Art der Fortbewegung auskommen.
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Ab dem 16. Juli sollte dieses Manko eigentlich behoben sein – Stella Lines will die Fährverbindung nach Helsinki wieder aufnehmen. Dabei ging die Reederei fest davon aus, dass die Duma in Moskau das Gesetz über den visafreien Aufenthalt für Fährgäste noch vor den Sommerferien annimmt.
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Das Außenministerium bremst ab Doch nun geschieht dies frühestens im Herbst. Laut Gouverneurin Valentina Matwijenko ist der Spielverderber für den Petersburger Tourismus das russische Außenministerium. Dort sei man der Meinung, der Staat würde viel Geld verlieren, wenn ausländische Kurztouristen nicht mehr für ein Visum zahlen müssten.
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Das Geld, das der russische Staat nicht einbüßen will, wird nun allerdings dem Petersburger Fremdenverkehr fehlen. Die Beantragung eines Visums ist eine immense Hemmschwelle und hält viele potenzielle ausländische Besucher von einer Reise nach Russland ab.
Fährverbindung verschoben Für Stella Lines ist die Verzögerung bei der Aufhebung der Visapflicht für Fährtouristen ein harter Schuss vor den Bug. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Aufnahme der Fährverbindung nach Helsinki nun mindestens bis August verschoben.
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Nutzen werden die Linie dann erst einmal „normale“ Touristen und russische Staatsbürger.
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Ein riesiges Potenzial Einen Trost für die Reisebranche gibt es aber doch: Russische Touristen werden die Linie mit Vergnügen in Anspruch nehmen. Das Potenzial an Reisenden liegt Angaben der Internetzeitung Fontanka.ru nach bei bis zu einer Million Passagieren jährlich.
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Laut der Petersburger Tourismusbehörde wurden 2007 etwa 350.000 Karten für die Fähren zwischen Helsinki und Westeuropa verkauft – für die einheimischen Reisebüros ein riesiges schlummerndes Potenzial.
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