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| Bedroht die Petersburger Gouverneurin per Internet: Alexander Wtulkin, nationaler Sicherheitsminister der selbst ausgerufenen „Russischen Republik“. (foto: fontanka.ru) | |
Donnerstag, 18.08.2005
Rassist nach Drohungen gegen Matwijenko in Haft
St. Petersburg. Gestern verhaftete die Polizei Alexander Wtulkin, Regierungsmitglied der selbst ausgerufenen „Russischen Republik“. Nach ihm wurde wegen Morddrohungen gegen Valentina Matwijenko gefahndet.
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Seit dem vergangenen Winter erhält die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko regelmäßig per Internet Morddrohungen. Ende Juli erschien im Webforum der Petersburger Internetzeitung Fontanka.ru das Todesurteil gegen Matwijenko „wegen ihrer „antirussischen Politik und der Besiedlung unserer Stadt durch Zuwanderer aus dem Kaukasus und Asien“. Ein Tribunal der „Partei der Freiheit“ unterzeichnete das rassistische Verdikt. In einem weiteren Eintrag kündigte der Vorsitzende dieser Partei, Juri Beljajew, den baldigen Vollzug des Urteils an.
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Bittere Erfahrung aus dem Fall Girenko
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Obschon Politiker oft per Mail oder Internet beschimpft oder bedroht werden, nahm die Polizei diese Nachrichten sehr ernst. Zu Recht, denn bereits der im vergangenen Jahr ermordete Wissenschaftler und Rassismus-Spezialist Nikolai Girenko aus Petersburg war vor seinem Tod auf dem selben Weg „vorgewarnt“ worden. Besonders schreckte die Polizei eine Drohung der selbst ausgerufenen „Russischen Republik“gegen Matwijenko auf, denn eine Gruppierung mit demselben Titel hatte sich auch dazu bekannt, Girenko durch die Wohnungstür hindurch erschossen zu haben.
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Rasche Ermittlungen und Verhaftung
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Innerhalb kurzer Zeit konnte festgestellt werden, dass der Text in einem Internetcafé am Moskauer Bahnhof verfasst worden war. Dank Aufnahmen aus Überwachungskameras wurde auch schnell der Autor hinter dem Computer identifiziert: Alexander Wtulkin, nationaler „Sicherheitsminister“ der selbst ausgerufenen „Russischen Republik“.
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Gestern schnappte die Falle zu, und die Polizei verhaftete Wtulkin als er am Moskauer Bahnhof in den Zug nach Kiew steigen wollte. Die Staatsanwaltschaft hat wegen seiner Todesdrohungen ein Verfahren gegen Wtulkin eröffnet und ermittelt wegen seiner rassistischen Aktivitäten.
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Der 1967 geborene Wtulkin trat 1999 der „Partei der Freiheit“ um Juri Beljajew bei und wurde später Mitglied des Zentralrats der Partei. 2003 gab er seine Mitgliedschaft auf und wurde nationaler Sicherheitsminister der selbst ausgerufenenen „Russischen Republik“.
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(eva/.rufo)
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