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Der Regenbogen auf der LGBT-Fahne soll allgemeines Auftrittsverbot bekommen. (Foto: BaltInfo)
Der Regenbogen auf der LGBT-Fahne soll allgemeines Auftrittsverbot bekommen. (Foto: BaltInfo)
Freitag, 28.09.2012

Regenbogen auf Milchpackung "Schwulen-Propaganda"?

St. Petersburg. In der Newa-Metropole möchten Bürgeraktivisten Milch- und Kefirverpackungen verbieten, auf der ein Regenbogen, das Symbol der LGBT-Bewegung, dargestellt ist. Ihrer Ansicht nach ist das „Schwulenpropaganda“.

Der Kampf gegen „Propagierung von Homosexualität“ treibt in Petersburg immer schrillere Blüten. Eine Gruppe namens „Volkskonzil“ will jetzt das Nahrungsmittelunternehmen Wimm-Bill-Dann verklagen, weil es Milch und Kefir der Marke „Fröhlicher Milchmann“ in bunten Kartons mit aufgemalten Regenbogen verkauft.

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• Madonna unterstützt Petersburger Schwule bei Konzert (10.08.2012)
„Das ist das internationale Symbol der Homosexuellen-Bewegung. Das ist offene Propaganda dieses Lasters“, erklärte am Freitag der Leiter der Petersburger „Volkskonzil“-Filiale, Anatoli Artjuch, gegenüber Interfax.

Man werde Protestaktionen durchführen und ruft die Petersburger Bevölkerung dazu auf, die Milchprodukte dieser Sorte nicht mehr zu kaufen, bis die Staatsanwaltschaft die Tätigkeit von „Wimm-Bill-Dann“ überprüft hat.

Auf das Konto des „Volkskonzils“ geht auch eine Klage gegen Popstar Madonna über 333 Millionen Rubel (etwa 8,2 Millionen Euro). Sie habe bei ihrem Konzert im August in St. Petersburg „Homosexualität propagiert und die Gefühle von Gläubigen beleidigt“.

Ab März steht in Petersburg „Schwulenpropaganda“ per Gesetz unter Strafe. Vitali Milonow, der Autor des weltweit auf Protest stoßenden Gesetzes hatte vor wenigen Tagen erklärt, Homosexualität sei „eine Krankheit, die man durch Beten und Fasten loswerden kann“.



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Royaler 30.09.2012 - 22:33

so viel schwul war selten

An jeder Ecke und Kante spielen sich die Schwulenverächter groß auf unter hoher Beachtung - das wirkt langsam so, als könnte der Schuss nach hinten losgehen.

Bei den Begründungen - allen voran die angebliche Krankhaftigkeit und die Verhinderung der Fruchtbarkeit
in Richtung unbedingt russischer Nachkommenschaft sei gerade das
Volkskonzil auf Mängel in der historischen Aufarbeitung hingewiesen:

Wenn die Analysten der urmenschlichen Entwicklung sich nicht täuschen, muss es notgedrungen bei den Urmenschen
angesagte Homosexualität als gute Sitte gegeben haben: Nur der Anführer durfte mit welcher Frau auch immer seine Gene für die Gruppe weitergeben.
Was ja im Sinne aller Beteiligten Sinn macht: Die Nachfahren tragen das stärkste und anerkanntermaßen widerstandsfähigste Erbgut in sich.
Man muss wirklich auch fragen, was gerade die russischen Machos angesichts solcher grundlegender
Überlegungen sagen mögen?


Royaler 29.09.2012 - 19:53

Abartig

Gewicht erhält in Russland - staatlich befürwortet - alle Art von Abartigkeit.
Ein Irrweg, der lauthals beschritten werden darf, Protest gegen Regenbogenfarben auf der Milchpackung, ein dämlicher Scherz.
Das sind doch Entgleisungen, die
in die Absurditätenkiste gehören,
die jetzt der Meldung wert zu sein scheinen.
Dieser Sumpf von Ignoranz und Wichtigtuerei ist eigentlich nur durch Nichtbeachtung aufzutrocknen.
Aber dass das gerade nicht geschieht, ist wohl ein Zeichen für einen Zustand von Aufwertung staatstreuer Schmarozengruppen, die sich nun ins Licht setzen können und wollen.
Homosexualität als Krankheit, die
durch Fasten und Beten zu heilen ist versus Freiheitsrechte.
Eine Jeckenanstalt, in der so etwas Befürworter findet. Das ist nicht nur peinlich, sondern unzivilisiert und abartig.


Uwe Niemeier 28.09.2012 - 21:41

... wer da noch zur Fußball-WM 2018 fahren will?

... schade Herr Stoll, dass Sie nicht fahren wollen. Aber z.B. in Kaliningrad - eine der Ausrichterstädte der WM2018, sind schon jetzt eine ganze Reihe Deutscher angereist (Siemens z.B), die ein wenig Geld bei der Vorbereitung der Stadt zu diesem Ereignis verdienen wollen und ich gehe mal davon aus, das auch 2018 eine ganze Reihe von Fans sich dieses Sportereignis erster Güte nicht entgehen lassen wollen.
Aber, um auf das eigentliche Thema zu kommen - ich gebe Ihnen recht. Russland neigt leider zu einigen Übertreibungen bzw. Überspitzungen. Mir tut es auch immer leid, wenn ich von solchen \"Eigentoren\" lese - aber welches Land ist schon perfekt.


Stoll 28.09.2012 - 19:33

Am besten werden nur noch Schwarz und Weiß als Farben zugelassen. Der Alltag dürfte sich für die Mehrheit der Russen nicht viel davon unterscheiden. Kein Wunder bei der einseitigen Berieselung durch die Staatsmedien. Die Fussball WM hätte auch nicht in diese Diktatur vergeben werden dürfen. Russland Mimose, Armenhaus aber politisch stramm ausgerichtet. Wer will da noch zur WM fahren. Ich nicht.


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