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| Für Ringelrobben ist ein Petersburg-Aufenthalt lebensgefährlich (Foto: tierdoku.com) | |
Montag, 12.05.2008
Robbe aus Kanal im Petersburger Zentrum gerettet
St. Petersburg. Aus einem Newa-Arm im Petersburger Stadtzentrum ist eine völlig erschöpfte Ostsee-Ringelrobbe gerettet worden. Ob das Jungtier der akut bedrohten Art überleben wird, muss sich aber noch zeigen.
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Die Robbe wurde am Sonntag im seichten Schwanen-Kanälchen zwischen Marsfeld und Sommergarten geborgen. Sie ließ sich dort ohne Gegenwehr mit einem Käscher einfangen. Das Tier sei erschöpft und dehydriert.
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Fünf Tage durch Petersburg gepaddelt Wie ein Mitarbeiter des Petersburger Zoos erklärte, hätten die Fachkräfte des dortigen Meeressäuger-Rehabilitationszentrums seit fünf Tagen versucht, gemeinsam mit Helfern des Katastrophenschutzes die kleine Robbe einzufangen.
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Passanten und Bootsfahrer hatten das Tier immer wieder einmal in der Newa und verschiedenen Petersburger Kanälen gesehen. In dem Reha-Zentrum wird nun versucht, die Ringelrobbe wieder aufzupäppeln. Noch sei aber unklar, ob sie ihr Martyrium in den als Lebensraum wenig geeigneten Petersburger Gewässern überleben wird.
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Klima-Erwärmung bedroht Ostsee-Robben Bei dem gefundenen Exemplar handelt es sich um ein erst in diesem Frühjahr geborenes Jungtier. Tierschützer hatten in diesem Winter Alarm geschlagen, dass durch das warme Wetter die ohnehin schon stark bedrängte Art zusätzlich gefährdet sei. Denn in der Ostsee machte sich das Eis rar.
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Die Ringelrobben werden von ihren Müttern in Schneehöhlen auf dem Meereseis geboren und großgezogen. Wenn das Eis zu früh taut, müssen die kleinen Robben ins Wasser, ohne vorher genug wärmenden Speck angesetzt zu haben.
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Der gegenwärtige Bestand der Ostsee-Ringelrobbe wird auf 7.000 bis 10.000 Tiere geschätzt. Hauptsächlich leben sie im Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden.
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Kleinere Kolonien gibt es auch im Finnischen Meerbusen, an dessen Ende St. Petersburg liegt.
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